End the stigma !

Wer mir auf Instagram folgt hat es die Tage wohl mitbekommen: Ich habe bei der Aktion #endthestigma mitgemacht.

Die Aufrufe dieses Beitrages waren höher als sonst. Aber was vor allen Dingen offensichtlich war : Die Reaktionen. Ich bekam mehrere private Nachrichten von Leuten die selber von psychischen Erkrankungen betroffen sind, aber sich auf Grund der Stigma nie trauen würden was zu sagen. Von Leuten die mir für meinen Mut dankten und vor allen Dingen auch baten noch einen Blogbeitrag über das Thema zu schreiben – und nicht „nur“ auf Instagram darauf aufmerksam zu machen.

Ehrlich ? Ich hatte nicht mit so einer (hohen) Reaktion gerechnet. Mir selber war gar nicht klar wie sehr das Thema immer noch tabuisiert wird – und das, obwohl ich selber zwei Tage überlegt habe ob ich überhaupt an der Kampagne bei Instagram teilnehmen will. Und gerade deswegen kommt hier auch noch ein Blogeintrag zu dem Thema.

 


Ich hatte es schon bei Instagram geschrieben: Wenn man mich heute kennen lernt wird man von den oben genannten Dingen nichts mehr wirklich an mir feststellen. Selbst die Selbstverletzungsnarben sind verblast und diese eine furchtbare, die mich aber auch gleichzeitig immer daran erinnern wird dass es NIE einen Grund gibt sich selber zu verletzen weil andere Dir gegenüber die Arschlöcher waren, fällt auch immer weniger auf. Vermutlich würde jemand der sie sieht nicht mal auf die Idee kommen woher sie stammt. Um so mühsamer ist es eigentlich auch immer Menschen die man näher kennenlernt an seine Vergangenheit zu lassen. Sollte es irgendwann zu Gesprächen in solche Richtungen kommen (und wie ich feststellte wird es das irgendwann meistens doch, weil es eben auch ein Abschnitt in meinem Leben war), dann werde ich immer ganz groß angeschaut und man kann es nicht glauben. Die Frau, die jetzt vor einem sitzt, die hat offensichtlich mit all dem da oben nichts mehr wirklich zu tun.

Natürlich bin ich auch weiterhin eine „Highly Sensitive Person„, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Und natürlich wird man eine Posttraumatische Störung auch nie wirklich ganz los, aber sie verfolgt mich nicht mehr. Und wenn doch, dann so das es im Maximalfall nur mein Mann ein wenig(!) mitbekommt.

Die Selbstverletzungen kamen vom Trauma. Die Essstörung ebenfalls. Sie war auch nicht unbedingt das was man als „klassische Essstörung“ ansieht – schon alleine das hätte alle hellhörig machen können. Können. Vielleicht auch sollen. Hat es aber nicht. Leider hat es lange gedauert bis ein Therapeut mir endlich mal helfen konnte. Das der Trauma-Auslöser die ganze Zeit präsent war, hat es sicherlich auch für die Therapeuten schwer gemacht. Trotz allem bin ich der Meinung das es ein wirklich guter Therapeut hätte merken müssen. Der ein oder andere auf Grund von Geschichten die sich zutrugen sogar noch eher als der andere. Aber nunja, ich kann es heute nicht mehr ändern. Außerdem bringt es nichts in der Vergangenheit zu leben, sondern nur wenn man im „Hier und jetzt“ lebt. Auch eines dieser Dinge die ich in der DBT Therapie gelernt habe. Eine Therapie die, meiner Meinung nach, immer noch völlig unterschätzt wird und die für so viele verschiedene Formen von psychologischen Erkrankungen sicherlich ungemein nützlich wäre.
Achtsamkeit. Ein magisches Wort. Und so unheimlich wichtig.

Suizid kann verhindert werden ! Und das sage ich als Überlebende.
Eine gute Therapie kann Leben schützen und ein wunderbares „neues“ Leben ermöglichen.

 

Bitte seht und hört hin wenn Menschen in Eurer Nähe Probleme haben !
Und wenn Ihr es selber seid die Hilfe brauchen : Sucht Euch bitte Hilfe !
Mein Beispiel ist nur eines von vielen die zeigen das Euch geholfen werden kann.
Es lohnt sich ! Auch wenn es eine höllische Angst macht da durch zu gehen, es lohnt sich ! Es lohnt sich mehr als in dem Scheiß zu bleiben den man kennt. Ja, es wird hart sein und weh tun, aber nichts tut mir weh als in dem Mist drin zu bleiben und ohne Hilfe zu sein. Und vor allen Dingen ist das was man danach bekommt DEN GANZEN SCHEIß DRECKSSCHMERZ SOWAS VON WERT !!!!

Telefonseelsorge (auch Mailberatung / Chatberatung / FacetoFace Beratung)
Ziemlich Gute Gründe am Leben zu bleiben

Dem Blog folgen / Facebook, Bloglovin´,Twitter und Co

Seit Ende Januar hat dieser Blog auch einen Facebook Account. Wie ich festgestellt habe, haben das wohl einige gar nicht mitbekommen, weil sie über E-Mail, Feed &Co den Blog abonniert haben und gar nicht so mitbekommen was bei mir hier rechts in der Leiste passiert. Also schaut doch auch mal öfters direkt auf den Blog, denn auf dem rechten Teil der Seite tut sich hier auch immer mal wieder etwas ohne dass ich das großartig ankündige. 😉 Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn Ihr mich bei FB liken würdet. Ihr müsst da auch keine Angst haben, dass ich dann irgendwie einen Einblick auf Eure FB – Seite bekomme, wenn sie nicht offen ist. Ich habe da keinerlei Zugriff drauf. Meist sehe ich noch nicht mal wirklich wer mich geliked hat, denn FB zeigt das alles keinem Seitenbetreiber an und Eure Daten bleiben komplett Eure Daten. Ich denke, dass ist doch ganz gut zu wissen ?!

Ansonsten könnt Ihr den Blog natürlich noch über andere Medien abonnieren : Via E-Mail, über Blogconnect (alles rechts auf dieser Seite mit wenigen Klicks machbar) und über Bloglovin´. Und dann gibt es da ja auch noch den Feed. Und wenn Ihr mir über Twitter folgt werdet Ihr durch meine Timeline sicherlich auch mitbekommen wenn es einen neuen Blogeintrag gibt.
Ich weiß, viele nutzen auch gerne Google +, aber das ist so gar nicht meines. Ich musste mich schon lange genug selber für die FB – Seite überzeugen. 😉 Ich hoffe also, Ihr könnt damit leben das man mir nicht über Google + folgen kann ?! Ich denke, es gibt ja genug Alternativen, oder ?!

Wenn Ihr meinen Blog genauer angesehen habt, dann werdet Ihr ja wissen dass ich nichts von „Followerzahlen“ halte. Ich werde auch weiterhin keine Gewinnspiele veranstalten bei denen man mich erst einmal irgendwo liken / followen muss nur damit man an dem Gewinnspiel teilnehmen darf. Darauf gebe ich Euch mein Wort.
Ich bin nach wie vor der Meinung das Followerzahlen so gar nichts aussagen. Was nutzen einem tausende von Follower die sich irgendwann mal angemeldet haben, weil es etwas zu gewinnen gab ?! Die Meisten von denen haben wahrscheinlich nie wieder auf den Blog geguckt.
Oder was soll ein „Folge mir, dann folge ich Dir“ ?! Dass ist doch auch nur eine „Sammelaktion“ bei der nie wieder jemand beim anderen vorbei sieht. Wenn mich ein Blog interessiert, dann schaue ich auch selber mal vorbei (was ich sowieso eigentlich grundsätzlich mache wenn mir jemand einen Kommentar hinterlässt, weil ich sowieso immer viel zu neugierig bin wer mir denn da was geschrieben hat. ;P). Seltsamerweise hat man das „Wenn Du, dann ich…“ auch erst einmal bei mir versucht – anscheinend reicht meine „Über diesen Blog“ – Rubrik doch aus gleich solche Leute nicht lesen zu müssen. 😉
Meine Follower bei Twitter werden auch regelmäßig „ausgemistet“. Wenn mir Bots folgen oder sonstige „komische Gestalten“, dann werden sie regelmäßig von mir gebloggt. Ich habe lieber „nur“ meine fast 400 Follower als die sicherlich sehr hohen vierstelligen Zahlen die ich haben könnte wenn ich nicht regelmäßig geräumt hätte.
Wie gesagt : Followerzahlen sagen gar nichts.
Aber ich sehe wie viele Leute hier tagtäglich auf welche Artikel zugreifen. Und ich bekomme Euer wirklich liebes Feedback – sei es als Kommentar, per mail oder sonst wie – und das bedeutet mir wirklich etwas ! 🙂 Und wenn ich „ehrliche Likes“ bei FB bekomme und da auch die Leute mit mir in Kontakt treten, dann freue ich mich wirklich richtig ! 🙂