Blogtour Chronische Erkrankungen : Rheuma

Der ein oder andere hat es sicherlich schon mal mitbekommen, dass es immer mal wieder vorkommt das ich von „Schüben“ rede und das es mir an solchen Tagen nicht gut geht. Viele wissen vermutlich nicht so genau was es damit auf sich hat und deswegen nehme ich an  einer Blogtour mit dem Thema „Chronische Erkrankungen“ teil.

„Chronische Erkrankungen“ nennt man Erkrankungen die nicht ausheilen. Der Erkrankte muss in der Regel also lernen damit zu leben.
Fast 20% der Bundesbürger sollen inzwischen an einer chronischen Erkrankung leiden.
Asthma, Diabetes, Epilepsie, Morbus Crohn, Parkinson, …. Es gibt so viele Erkrankungen die chronisch sind. Die ein oder andere werdet Ihr auf der Blogtour noch kennen lernen können. Gestern konntet Ihr bei Laura schon etwas über Diabetes lesen.

 

Blogtour

 

Meine chronische Erkrankung gehört zu den rheumatischen Erkrankungen.
Ich glaube, was fast alle chronisch Erkrankten meistens gemeinsam haben ist die Tatsache das man lange Zeit (oft viele Jahre) von Arzt zu Arzt gerannt ist um eine Diagnose und die passende Behandlung zu bekommen. Das zerrt an den Nerven und somit auf Dauer natürlich auch an der Psyche.
Ich hatte schon immer wieder als Kind Schmerzen in den Fingern und konnte sie teilweise schlecht bewegen. Meine Eltern waren damals auch mit mir bei einem Rheumatologen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern das er damals tatsächlich meinte, ich wäre zu jung für Rheuma. Es wäre also nichts. Inzwischen ist bekannt das sogar immer mehr Kinder unter der Erkrankung leiden, aber trotzdem habe ich mir auch mit Anfang 30 solche Aussagen teilweise noch anhören müssen.

Als junger Erwachsener kamen dann unerklärbare Fieberschübe hinzu.
Auch hier wusste wieder keiner was zu tun war.

Vor ca. 8 Jahren lag ich dann plötzlich mit schweren „Rückenschmerzen“. Ganze zwei Wochen lang war ich nicht in der Lage mich ohne Schmerzen zu bewegen.
Da ich schon seit längerem immer mal wieder, mehr oder weniger, im unteren Rückenbereich Schmerzen gehabt hatte, nahm man an dass es ein Bandscheibenvorfall gewesen war nach dem man dann irgendwann mal ein CT in die Wege leitete. Man sah zwar nichts mehr auf den Bildern, aber das kann schon mal nach längerer Zeit und nur einem leichten Vorfall sein – wurde mir zumindest so gesagt.
Es war Herbst und es war nass-kalt. Das war noch nie meine Jahreszeit. Und das ich Probleme mit Schmerzen bei diesem Wetter hatte war für mich schon in all den Jahren normal geworden. Aber doch nicht so !

Es wurde nicht wirklich besser. Fingerschmerzen und krumme Finger war ich auch schon gewohnt. Genau so wie Schmerzen in manchen Gelenken. Aber wer geht schon mit solch unspezifischen Sachen mehrfach zum Arzt wenn man nur blöde Kommentare bekommt ?!

Der erste Rheumaarzt wurde in Angriff genommen, nach dem Orthopäden auch nichts weiter feststellen konnten und ich mit den Worten „Stellen Sie sich nicht so an, so schlimm kann es nicht sein. Sie sind noch jung. Sie bekommen nicht mal Ibuprofen von mir.“ abgewiesen wurde.
Der Rheumaarzt war nach den ersten Untersuchungen der Überzeugung es wäre Morbus Bechterew. Nach meinen Blutwerten und vor allem der Untersuchung meiner DNA war er dann wieder der Überzeugung ich könne nichts haben, weil der eine Maker zwar positiv war, der andere aber nicht. (Ich muss dazu sagen das es auch genug Quellen gibt die a) sagen das die Maker an sich nicht zutreffen müssen und b) auch einer als Beweis ausreichen kann)
Damit hatte sich das Ganze dann wieder erledigt und ich stand irgendwo wieder am Anfang. Inzwischen aber mit einer Menge mehr und vor allen Dingen schwereren Schmerzmitteln.

Es folgten tägliche Fahrten zu einer Schmerzklinik bei der ich jeden Tag gespritzt wurde. Nach dem man das eine gewisse Zeit durchexerziert hatte und es mir minimal besser ging, kam man auf die Idee mir eine Schmerzpumpe einzusetzen. Das wollte ich aber nicht, weil es für mich keine Lösung war – schon gar nicht wenn man sich nicht mal einig wurde was ich denn nun haben sollte.

Also spritze ein niedergelassener Schmerzarzt weiter. Mit solchen Folgen das ich z.B. mal tagelang meinen Unterleib nicht mehr spürte weil er mit der Betäubung lahm gelegt wurde.
Inzwischen bekam ich auch schon Morphin weil nichts anderes nur ansatzweise noch half.

Es folgte ein weiterer Schmerzarzt. Ein Neurologe. Ein Psychologe. Ja, sogar den Psychologen habe ich mir gegeben, nach dem man mir immer wieder sagte, wenn man nichts finden würde, dann wäre es halt psychisch. Der war aber sofort der Überzeugung dass ich sicherlich kein Problem hätte und das ich sogar verdammt stabil wäre für das was ich da gerade durch machte. Ich kann es also schriftlich belegen das alles so noch in Ordnung ist. 😉 Oder um es mit Sheldons Worten zu sagen „My mother had tested me !“. 😛

Inzwischen war ich auf täglich 120mg Morphin. Das wurde ja auch immer weiter angehoben, weil man nichts machen konnte.
Hinzu kommt das man nicht denken muss man bekommt auch Arzttermine wenn man sie braucht. Die Rheumatologen schoben sich sogar gegenseitig den schwarzen Peter zu und meinten „Rufen Sie den Kollegen an“. Der wiederum meinte dann, dass er natürlich auch keine Termine mehr hätte und der erste sich kümmern solle….
Irgendwann hat man dann wirklich keine Lust mehr. Oder man bekommt andauernd zu hören „Sie können doch nicht so viel Morphin nehmen !“. Ja, das wusste ich auch – ich hatte das ja auch nicht von alleine gemacht ! Und los werden wollte ich das Zeug auch. Dafür hätte man mir aber auch mal Alternativen bieten müssen.

Zwei Physiotherapeuten sagten mir, unabhängig voneinander, das ich „typische Rheumafinger“ habe. Leute sahen Schwellungen an den Gelenken und verstanden nicht das kein Arzt was tat.

Dann kam ich für eine Woche zu Untersuchungen auf eine Rheumastation.
Der Chefarzt war auch der Meinung das es wohl Rheuma wäre. Welcher Art war er sich nicht sicher.
Ich wurde täglich gespritzt und bekam Infusionen. Besonders bei den Infusionen hatte ich das Gefühl das sie halfen. Und das die Spritzen mit Cortison halfen war vermutlich ja auch mehr als klar….
Zum Ende der ganzen Untersuchungen kam dann folgender Dialog zustande – den man wirklich nicht glauben mag, aber der nicht der erste dieser Art war :
Arzt : Sie haben kein Rheuma.
Ich : Aber Ihr Chef hat doch gesagt, man könne da wohl schon Veränderungen in den Fingern sehen und das müsse weiterhin regelmäßig kontrolliert werden.
Mein Mann : Ja, was hat sie denn dann ?
Arzt : Ja, vielleicht ist es ja doch Rheuma.
Wenn Ihr jetzt lachen müsst, kann ich das durchaus verstehen. Ich lache inzwischen auch sarkastisch darüber, denn sonst fällt mir nichts mehr anderes zu meinem ganzen Ärztemarathon ein.
Es ging dann noch weiter, dass ich in den nächsten drei Monaten, wenn wieder das typische Rheumawetter gewesen wäre, in die Klinik kommen solle. So für 3-4 Wochen um eine Rheuma(!)Behandlung durchzuführen.
Da stand es dann für mich endgültig fest : So wollte ich definitiv nicht leben ! Auf der Station waren lauter Menschen die alle paar Monate wieder kamen, für 3-4 Wochen ihre Behandlung bekamen, dann ging es wieder eine Zeitlang ein wenig besser und dann ging das Spiel wieder von vorne los. Auch wenn es sich jetzt blöd anhört, aber dann liege ich lieber mit Schmerzen auf MEINER Couch und fühle mich dabei wenigstens wohler als in einem Krankenhaus wo ich nach einiger Zeit wieder hin muss. Und das alles für eine kurze Zeit in der es mir minimal besser geht ?!
Man versprach mir das man aufschreiben würde was in den Infusionen war, wenn mein Hausarzt bereit wäre mir Infusionen zu machen.

Muss ich erwähnen das mein Hausarzt bereit war, aber nie eine komplette Antwort bekam was genau alles in der Infusion drin war ?!
Mein Hausarzt hatte nach all den Geschichten auch keine Lust mehr und verstand total wie ich keine Lust mehr auf sinnlosen Ärztemarathon hatte.
Ich hatte inzwischen auch das Gefühl dass ich durch das Morphin keinerlei Hilfe mehr hatte und das Entzündungshemmer wie popeliges Ibuprofen da sogar noch mehr brachten. Deswegen verschrieb er mir dann ein Rheumamedikament.
Dadurch konnte ich endlich anfangen das Morphin zu reduzieren.
Inzwischen war ich durch das Morphin schon mehrere Kleidergrößen schwerer geworden. Obwohl ich kaum Hunger hatte und gegessen habe. Ich war einfach aufgeschwemmt. Zum Glück ließ mich das psychisch aber ziemlich kalt, denn ich wusste ja wieso und hatte – zum Glück – immer tolle Leute an meiner Seite die mich liebten so wie ich war.

Zu der Zeit entschied ich mich dann auch aus ethischen Gründen vegetarisch zu werden.

Ich hatte einen sehr langen, aber echt ziemlich üblen Entzug vom Morphin. Durch das neue Rheumamittel und meinem Willen schaffte ich es aber.

Ich wurde aus ethischen Gründen vegan und befasste mich immer mehr mit dem Thema Ernährung.

Es ging aufwärts. Zwar musste ich jeden Tag mein Rheumamedikament nehmen, aber es wurde irgendwie immer besser. Natürlich hatte ich auch schlechte Tage und besonders nass-kaltes Wetter war (und ist) ein Killer, aber es wurde DEUTLICH besser.

Mein Bluthochdruck verschwand und ich konnte meine Bluthochdrucktabletten absetzen. Meine Magenprobleme verschwanden und ich brauchte diese Tabletten auch nicht mehr.

Nach und nach ging es mir körperlich immer besser und selbst das Rheumamittel musste ich nicht mehr jeden Tag nehmen.

Inzwischen hatte ich Bücher in die Finger bekommen die davon handelten das chronische Erkrankungen sehr, sehr viel mit unserer Ernährungsweise zu tun haben. Ich muss ehrlich sagen : Hätte ich die vorher in die Hand bekommen, ich hätte – trotz meinem Leid – sie vermutlich nicht ernst genommen. Ich meine, wie hört es sich denn an wenn da Leute schreiben (auch wenn es Wissenschaftler schreiben !), dass man „nur“ auf manche Lebensmittel verzichten muss und dann verbessern sich chronische Erkrankungen wie Rheuma deutlich, wenn Du selber von Arzt zu Arzt rennst, aber die auf keinerlei Ideen kommen außer auf das was sie immer machen und dazu noch die Medikamente die sie immer verschreiben ?!
Heute weiß ich das Ärzte Ernährung so gut wie nicht im Studium erlernen.

Rheumahelfer                                                         Meine „Hilfsmittelchen“

Heute :
Mir geht es DEUTLICH besser als in den letzten Jahren.
Natürlich liebe ich immer noch nicht nass – kaltes Wetter. 😉 Ich habe auch weiterhin Schübe und Schmerzen. Immer mal wieder dicke Finger und Gelenke. Es gab auch diesen Winter Tage an denen ich auf der Couch lag und einfach nur körperlich groggy war und nichts machen konnte, weil ich schon seit Tagen auch noch zusätzlich Fieberschübe hatte. Ab und an ging auch gar nichts mehr und ich musste eine Rheumatablette nehmen. Aber alles in allem ist es wirklich KEINERLEI Vergleich zu dem wie es mal war.
Ich habe gelernt mit was für „Hilfsmittelchen“ ich es mir einfacher machen kann.

Was ich Euch sagen möchte :
Wenn Ihr selber von einer chronischen Erkrankung betroffen seid, dann gebt nicht auf  – auch wenn es schwer fällt ! Versucht so viel wie möglich Kraft aus den besseren Zeiten zu ziehen und isoliert Euch nach Möglichkeit nicht von anderen Menschen.

Wenn Ihr selbst nicht betroffen seid, dann hoffe ich dass ich Euch einen kleinen Einblick darüber geben konnte was für einen Leidensweg viele Betroffene hinter sich haben – und der auch oft psychisch nicht spurlos an vielen Betroffenen vorbei gegangen ist. Ich hatte Glück dass ich schon vorher einiges erlebt habe aus dem ich jede Menge Kraft und Durchhaltevermögen heraus ziehen konnte. Und ich hatte das Glück dass ich immer Leute an meiner Seite hatte und – trotz allem – geliebt wurde und so viel Verständnis für mich aufgebracht wurde wie diese Personen es selber an Kraft auch für sich konnten. Das haben viele nicht und ich bin wirklich dankbar für diese Menschen an meiner Seite. Vielleicht kannst Du ja auch so ein Mensch für einen anderen Betroffenen sein.

 

Morgen geht es mit der „Blogtour Chronische Erkrankungen“ bei Beate mit dem Thema Neurodermitis weiter.

Vegan – Wie geht das ?!

Ich werde in letzter Zeit immer wieder gefragt wie „Vegan eigentlich geht“.
Als ich mich immer mehr mit dem Gedanken beschäftigt habe vegan zu leben hatte ich auch viele Fragen – aber ich muss zugeben das diese Fragen immer mehr in meinem Kopf verschwunden sind um so länger ich mich mit dem Thema beschäftigt habe. Und wenn ich jetzt gefragt werde was ich für Tipps habe muss ich des Öfteren immer etwas länger überlegen. So wie es mal für mich normal war mich mit tierischen Produkten zu ernähren, mindestens genau so normal ist es inzwischen für mich auf tierische Produkte zu verzichten –  und die Frage was ich für „Anfängertipps“ habe ist nicht mehr ganz so einfach aus dem Stehgreif zu beantworten.
Deswegen habe ich jetzt mal ein paar Tipps gesammelt um dem ein oder anderen vielleicht etwas weiter helfen zu können.

  1. Fang einfach an !
    Geh nicht davon aus das es schwer ist sich vegan zu ernähren. Ich weiß das die Hürde schrecklich hoch erscheint, aber man wächst da genau so rein wie man in das System des Fleischessens reingewachsen ist.
  2. Gib Dir Zeit !
    Erwarte nicht von Dir das Du von heute auf morgen alles über vegane Ernährung weißt oder das Du alles „richtig“ machst. Wobei wir auch direkt bei Punkt 3 wären :
  3. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ !
    Du wirst Leuten begegnen die meinen alles / vieles / etwas besser zu wissen. Die finden, wenn Du vegan leben möchtest, musst Du dies und jenes machen, aber das nicht. Das Du nur Veganer bist wenn Du auf ALLES achtest. Vergiss es einfach und mache Dich davon frei : Es gibt keine 100% Veganer und Du musst für Dich den besten Weg finden. Gib einfach alles was Du kannst, aber setze Dich nicht selbst unter Druck.
  4. Lass Dich nicht unter Druck setzen !
    Sei es durch die in Punkt drei genannten Leute oder durch Dein Umfeld.
  5. Sei Dir darüber im Klaren warum Du vegan sein möchtest !
    Wenn Du Dir dessen immer bewusst bist, dann kannst Du Dich auch nicht so schnell von anderen Leuten aus dem Konzept bringen lassen – denn Du weißt dann ja immer wofür Du es tust !
  6. Bullshitbingo !
    Und wenn Du doch mal zu sehr von den Kommentaren von anderen genervt bist, dann spiel doch eine Runde Bullshitbingo ! 😉Bullshitbingo
  7. Lebe mit Sarkasmus und cleverem Humor !
    Dabei helfen „Der Artgenosse“ mit seinen tollen Comics und „Der Graslutscher“ mit seinen (Blog-)Kommentaren (auch unbedingt die Facebook-Seite beachten !).
    Wenn Du den nächsten Bullshit – Bingo – Nerver in Grund und Boden reden willst, hilft zur Vorbereitung auch der Youtube-Channel vom Artgenossen.
  8. Facebook ist Dein Freund (aber nur wenn Du an Punkt 3 denkst !) !
    Es gibt ja für alles mögliche Facebook – Gruppen. Nutze das für Dich.
    Jede größere Stadt / jedes größere Gebiet hat inzwischen eigentlich eine vegane Facebookgruppe. Dort kannst Du Dir Tipps holen was es bei Dir in der Umgebung an Lokalitäten gibt, Leute die auch vegan leben in Deiner Umgebung kennenlernen, etc.
  9. Nutze Veranstaltungen !
    Informier Dich über Veranstaltungen / Messen in Deiner Nähe die das Thema „Vegan“ haben und besuche sie. Dort kannst Du eine Menge Produkte kennenlernen und testen und Dir Informationen zum Thema Vegan holen.
    VeganStreetDay
  10. Hol Dir Kochtipps !
    Melde Dich bei der „Vegan Taste Week“ von der Albert Schweitzer Stiftung an und hole Dir per mail wichtige (Koch-)Tipps. Natürlich ist das Ganze kostenlos !
  11. Vorbereitung und hilfreiche Listen sind alles !
    Keine Lust andauernd Dich mit Zutatenlisten abzugeben und es soll beim Einkaufen im Supermarkt einfach nur schnell gehen ?
    Peta2 hat ein paar wundervolle Listen !
  12. Besuch einen veganen Supermarkt !
    In (fast) jeder größeren Stadt gibt es inzwischen auch komplett vegane Supermärkte. Wenn Dich ein normaler Supermarkt oder Bio-Laden gerade einfach nur erschlägt, dann mache einen Abstecher in einen veganen Supermarkt (und natürlich auch gerne einfach so, so oft wie möglich 😉 ). Hier musst Du auf KEINERLEI Zutaten achten (wenn Du nicht gerade Allergiker bist wie ich 😉 ) und wirst in der Regal auch noch wunderbar beraten – gerade eben auch als Neu-Veganer. Aber pass auf : Hier wirst Du sicherlich von einer Vielfalt erschlagen ! *lach*
  13. Probier Dich durch !
    Auch wenn es sich erst einmal komisch anhören mag, aber Tofu ist nicht gleich Tofu. Und ein veganes Würstchen was Dir nicht schmeckt kann von einer anderen Firma total Dein Geschmack sein.
    Finde also nicht gleich irgend etwas total ekelig, sondern probiere Dich durch.
    Und das Ganze nach Monaten ruhig auch noch mal, denn Du wirst bald feststellen dass sich Deine Geschmacksnerven (zum feineren, besseren !) verändern und Dir irgendwann auch plötzlich mal Sachen schmecken können die Du vorher nicht mochtest – und auch teilweise umgekehrt. Mit Geschmacksverstärkern kann man mir z.B. kaum noch kommen. 😉
  14. Es gibt nicht nur eine Milch !
    Du kannst Dir nicht vorstellen auf Kuhmilch zu verzichten ? Dann kennst Du noch nicht das „Milch“-Sortiment was es sonst noch so gibt ! Auch hier heißt es : Probier´ Dich durch ! Soja, Haselnuss, Mandel, Hafer, Reismilch,… – was darf es denn heute sein ?! 😉
    Auch auf Joghurt musst Du nicht verzichten und es gibt einiges zu entdecken ! 🙂
  15. Verzicht – der falsche Ansatz !
    Vegan sein heißt nicht Verzicht ! Auch wenn Du es vielleicht erst mal nicht glauben magst, aber wie Du vielleicht schon an den letzten Punkten festgestellt hast : Es gibt viel zu entdecken ! Und deswegen solltest Du auf Deinen gedanklichen Ansatz achten. Wenn Du „Vegan = Verzicht“ im Kopf hast, dann wird Dir eine Umstellung deutlich schwerer fallen als wenn Dir bewusst ist, dass Du nicht verzichtest, sondern Dich bewusst entscheidest (siehe auch Punkt 5). Du darfst alles essen – Du willst nur nicht alles essen. 🙂
  16. Lese !
    Man kann auch mehr als Facebook – Gruppen und Blogs lesen (wobei Du meinen natürlich trotzdem nicht vernachlässigen solltest 😛 ). Lese (gute) Bücher zum Thema ! Z.B. „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer, „The China Study“ von T. Colin Campbell, „Artgerecht ist nur die Freiheit“ von Hilal Sezgin, „The Starch Solution“ von John McDougall (gibt es auch auf Deutsch – aber der Titel ist unpassend, finde ich), „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ von Melanie Joy.
    Das sind natürlich jetzt nur einige Beispiele. 😉
  17. Oder guck Filme & Videos !
    Wenn Du Kochinspirationen brauchst :
    Björn Moschinski bei YouTube.
    Jérôme Eckmeier bei YouTube.
    (Die Beiden haben übrigens auch prima Koch – und Backbücher !)
    Und wenn Du Dich so etwas informieren möchtest gibt es z.B. :
    Cowspiracy
    We feed the world
    Food Inc.
    Live and let Live
    oder – wenn Du es schaffst – natürlich Earthlings.
  18. Experimentiere beim Kochen und backen !
    Hatten wir so in der Art schon mal ? Mag sein, aber ich kann es nur wiederholen.
    Probier aus ! Auch wenn es vielleicht erst einmal schief geht. Ich glaube, ich kenne niemanden der z.B. sofort die Sache mit dem Soja-Granulat raus hatte – aber sich heute nicht darüber totlacht weil es eigentlich ganz einfach ist.
    Und unterschätze nicht die Wirkung von Sachen die Du vorher vermutlich gar nicht kanntest – wie z.B. Kala Namak auf Avocado auf Brötchen. 😉 (TESTEN !!!!)BunteBurger

So, ich hoffe ich konnte Euch ein paar gute Tipps mitgeben ?!
Wenn Ihr noch mehr wissen wollt, dann fragt mich einfach direkt : Hier bei den Kommentaren, bei Facebook, bei Twitter oder bei Instagram. Ich freue mich wenn ich Euch weiter helfen kann. 🙂

Schöne Ostern !

Ostern2015 Warum immer Osterkaninchen, bzw. Osterhasen ?! Warum nicht mal Ostermeerschweine ?!

Nach dem jedes Jahr einer der Stinker für das Osterfoto „herhalten“ muss, haben wir uns dieses mal entschieden das die Quieker auch mal ran müssen. Und ehrlich ? Sie waren besser agierende Models. Das muss ich jetzt mal so entschieden sagen. ;P
Ihr seht also dieses Jahr Ringo (vorne) und George (etwas weiter hinten). Und ja, sie sind „named like a Beatle !“. 😉

Bei uns ist dieses Jahr Ostern auch so einiges anders als früher : Keine Eier. Ich habe ein veganes Osternest bekommen. Und anstatt Fleisch bei der Familie geht es lieber zum Kaffee trinken.
Und nichts davon fühlt sich an wie Verzicht. Im Gegenteil.

Ich hoffe, Ihr habt ein schönes sonniges Ostern und könnt Euch ein wenig vom meist viel zu stressigen Alltag erholen. Ostern stellt einen Neuanfang da. Macht etwas daraus.

Was für ein Jahr !

Gluecksklee

Da ist das neue Jahr auch schon wieder ein paar Tage alt und ich habe seit längerem nichts mehr von mir hören lassen.
Das Jahr 2014 hat mich echt auf Trapp gehalten und während wir hier eigentlich einstimmig zu der Aussage gekommen sind das es nächstes Jahr eigentlich nur besser werden kann, gab es doch auch einiges aus dem alten Jahr was es sich zu feiern lohnt.
Für 2015 haben wir wenigstens momentan einen Hoffnungsschimmer dass sich so einiges verbessern wird. Manchmal hat man ja leider nur geringen Einfluss auf so einiges.
Was ich mir für das neue Jahr wünsche ist vor allen Dingen Gesundheit für meine Familie und mich. Das ist mir momentan wirklich das Wichtigste. Und das sich eben die anderen Dinge jetzt nach und nach tatsächlich klären. Wir haben genug Sorgen in 2014 haben müssen. Da wäre ein 2015 mit deutlich weniger Sorgen wirklich ein großer Gewinn.

Aber wie auch schon oben geschrieben : Es gab auch so einiges Schönes in 2014.
Zu allererst ist da natürlich unsere Hochzeit zu nennen. Wir würden es genau so wieder machen wie wir es getan haben. Nur wir Beide und unsere Trauzeugen. Und hinterher bekommen andere Leute dann Karten. Nur zu empfehlen ! 😉
Dann hat sich generell in unserem Leben einiges umgestellt, weil wir uns ganz anders ernähren. Deswegen kann es auch gut sein das es hier in nächster Zeit auch mal Infos zu vegetarischen / veganen Geschäften oder Gerichten geben wird. Ich will hier gar nicht großartig erläutern wie es zu diesem Wandel kam und auch schon gar nicht über verschiedene Ernährungsformen diskutieren. Ich weiß nur, dass es mir gesundheitlich inzwischen deutlich besser geht und ich nicht glaube dass das „nur“ mit einer anderen großen gesundheitlichen Sache zusammen hängt auf die ich mächtig stolz bin und die ich auch im letzten Jahr geschafft habe. Das eine mag bei dem anderen etwas reinspielen, aber generell glaube ich das es die Ernährungsumstellung war, denn mein Mann fühlt sich seit dem auch deutlich besser und wir haben ein ganz anderes Gefühl für unsere Körper bekommen. Und vor allen Dingen für unsere Geschmacksnerven. *lach* Man glaubt gar nicht wie lecker UND gesünder man sich ernähren kann wenn man einiges ändert. Dabei war der Gesundheitsaspekt für unsere Entscheidung nicht mal wirklich der Ausschlag. Wir konnten und wollten einfach „nur“ nicht mehr so viel Leid unterstützen. Es ging auch nicht mehr. Wenn man jeden Tag selber sieht wie intelligent Tiere sind weil man welche täglich vor der Nase hat die einem das deutlich zeigen. Aber jetzt hole ich schon wieder zu weit aus. Das wollte ich ja eigentlich gar nicht….
Also, Hochzeit, gesundheitlich hat sich einiges getan, Einstellungen haben sich weiter verändert. Persönlich also eigentlich ein ganz großes Jahr.
Dazu dann einen schönen Sommer mit meiner Schwester und meinem Neffen und einen, aus vielerlei Gründen, herausstechenden Tag beim Drachenbootrennen am See.

In den letzten Tagen habe ich, auch aus Gründen 😉 , viel überlegt ob ich hier eigentlich noch bloggen möchte. Und ja, ich werde es tun. Trotz allem. Mir gefallen so einige Entwicklungen beim Bloggen / im Netz nicht. Genau so wie „da draußen“. Aber es bringt ja nichts wenn man sich überall nur noch rauszieht. Und bloggen ist schon so lange ein Hobby von mir. Da will ich es nicht ganz aufgeben. Aber ich werde mir z.B. auch noch ganz genau überlegen ob ich z.B. noch bei solchen Aktionen wie „Blogger schenken Lesefreude“ mitmache. Versteht mich nicht falsch : An der Aktion an sich ist nichts falsch und ich finde sie nach wie vor schön, aber bei so manchen Einstellungen zum „haben und bekommen“ wird mir nur noch schlecht.

So, zum Schluss bleibt mir erst mal nur noch Euch ein schönes Jahr 2015 zu wünschen und zu hoffen dass Ihr mich auch im neuen Jahr mit Kommentaren, mails & Co beglückt ! 😉
Alles Gute !

Projekt 52 / 14 – Woche 26 (23.06.-29.06.14)

Silber

Der 2. Band von „Silber“ ist erschienen ! 🙂

Upala, da hänge ich ja schon wieder etwas hinterher mit meinem „Projekt 52“. Aber seit Instagram bin ich auch ein bisschen am zweifeln ob es sich noch lohnt, denn die meisten Bilder landen jetzt doch immer da. Auf der anderen Seite möchte ich das Projekt jetzt über das Jahr aber auch fortführen. Aber jede Woche ein Foto zu finden was noch nicht bei Insta gelandet ist wird wohl auch nicht immer möglich sein. Hm.

„Silber“ habe ich übrigens immer noch nicht angefangen – obwohl ich es mir extra vorbestellt hatte. Aber „Die Zwölf“ nimmt mich immer noch in seinen Bann und ich möchte es erst zu Ende lesen bevor ich mit einem neuen Buch anfange. Inzwischen bin ich aber auch „schon“ auf Seite 650 / 830. Es geht also voran.

Projekt 52 / 14 – Woche 25 (16.06.-22.06.14)

Instagram

Instagram „Friday Reads“

Ich bin jetzt auch bei Instagram. 😉 Vielleicht hat es der ein oder andere ja schon gesehen, weil ich es mir ja auch nicht verkneifen konnte direkt hier rechts mal ein Widget einzubauen. 😉
Ich muss ja gestehen : Instagram hat mich schon länger gereizt. Für mein altes Handy gab es aber nie eine App. Aber durch das neue mit aktuellem System ist auch das nun vorbei. Und ich muss ja gestehen dass ich es noch deutlich lustiger finde als erwartet. Der Mist macht süchtig ! 😉
Aber mal von IG weg : „Friday Reads“ habe ich schon immer mal gerne mitgemacht – wenn ich daran gedacht habe. Find das eine schöne Sache.
Und wie Ihr seht lese ich momentan den 2. Teil der Passage Trilogie (den ersten gab es ja zum Welttag des Buches bei mir zu gewinnen). Und es liest sich, finde ich, noch besser als der erste Teil. 🙂 In der letzten Zeit habe ich ziemlich an einzelnen Büchern gehangen, aber hier muss ich mich jeden Abend zwingen es wieder wegzulegen. Ein super Zeichen für ein Buch ! 🙂

Projekt 52 / 14 – Woche 24 (09.06.-15.06.14)

Nokia1020

Mein neues „Spielzeug“ 😉

Dumm nur, wenn man schon das neue Handy bekommt (ja ich bin altmodisch und sage „Handy“ und nicht „Smartphone“. ;P ), aber dann noch auf seine neue SIM warten muss, weil das alte Handy noch mit einer „normalen“ läuft, das neue aber eine Micro – SIM braucht. Argh ! Also durfte ich mir schon mal das Nokia ansehen, aber musste noch bis in die nächste Woche rein warten um es auch endlich nutzen zu können. That´s life. 😉

Projekt 52 / 14 – Woche 23 (02.06.-08.06.14)

Hochzeitstag Wunderschöne bunte Blumen ♥

Nach dem sich hier langsam wieder alles legt, habe ich mir vorgenommen wieder in das Projekt 52 einzusteigen. Und bevor die Woche morgen schon wieder rum ist, gibt es noch schnell das Bild von letzter Woche. 😉
Wir waren die Woche „schon“ einen Monat verheiratet (wie die Zeit rast !) und „zur Feier des Tages“ kam mein Mann mit wunderschönen bunten Blumen für mich nach Hause. ♥

Und dann war da ja noch der Grund warum…

…ich eine ganze Weile nicht mehr zum schreiben gekommen bin.

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Ich habe „Ja“ gesagt. 😉

Das war schon eine ganze Weile geplant und auch der Termin stand schon recht lange, allerdings haben wir das Ganze so gut wie geheim gehalten. Wir wollten einen Tag der wirklich nur uns gehört. Ohne großartigen Stress, Menschen die man eigentlich nur einlädt „weil es sich so gehört“ und großem Brimborium. Wir wollten UNSEREN Tag zelebrieren und keinen Hokuspokus für andere veranstalten.
Wir hatten Trauzeugen mit denen wir wirklich unseren Tag verbringen wollten, eine kleine Hochzeitstorte, ein leckeres Abendessen und ganz viel Ruhe und Gemütlichkeit.

Trotzdem war einige Zeit vorher dann doch noch einiges zu tun und besonders die Suche nach dem Kleid dauerte leider etwas. Sobald man keinen „Prinzessinenquatsch“ haben möchte und nicht mehr die Figur einer viel zu dünnen Anfang 20 – jährigen hat, aber trotzdem ein Brautkleid haben möchte was auch nach Brautkleid aussieht (weiß, bzw. creme), aber bitte auch noch dazu kurz…Himmel, hilf ! Das könnte wirklich eine Marktlücke für Menschen sein die später / ein 2., 3., … mal heiraten wollen. In den „normalen“ Geschäften findet man nicht wirklich etwas weißes (auch wenn es diesen Sommer modern sein soll) und in den Brautgeschäften nur die „üblichen Brautkleider“ (ich habe übrigens auch kein einziges rosa Brautkleid in einem Laden gesehen – obwohl das ja eigentlich auch gerade modern ist). Genau so ist es auch mit Brautschuhen. Alle Geschäfte haben nur die „gängigen Brautschuhe“ da. Schade, ich hatte nämlich eigentlich mit ganz anderen Schuhen geliebäugelt, aber die waren nur mit langer Vorbestellungszeit zu bekommen. Gut, ich mochte meine jetzigen im Endeffekt dann auch sehr (vor allem waren sie sau – bequem !), aber es ist halt ärgerlich das man überall nur den Standard bekommt.
Lange Rede, kurzer Sinn : Es war dann doch noch einiges was an Vorbereitungszeit drauf ging. Und jetzt so in nachhinein auch (Fotos bearbeiten, Karten für die Menschen machen die es jetzt erst erfahren oder denen man „Danke“ sagen möchte, Fotoalben, etc.). Aber so langsam sackt alles und es kehrt wieder „Normalität“ ein – auch wenn ich immer noch einiges zu erledigen habe. Das liegt aber auch mit an dem neuen Nachnamen. 😉

WP_001404Mein Brautstrauß, frisch abgeholt. Ich fand ihn einfach wunderschön und genau so wie ich ihn mir vorgestellt hatte. 🙂

IMG_3377Unsere Ringe. 🙂

IMG_3343 (2)Nach der Trauung

IMG_3379Das Kleid ist von „Venus Bridal„, die Blumen habe ich mir bei „Risse“ machen lassen (mit denen habe ich bis jetzt immer tolle Erfahrungen bei Blumenschmuck gemacht), Haare und Make-Up wurden von Jessi by Backstage Hairdesign gemacht, der Lipstick ist „Party Parrot“ von Mac (leider LE).

So, jetzt wisst Ihr warum ich so beschäftig war. 😉