End the stigma !

Wer mir auf Instagram folgt hat es die Tage wohl mitbekommen: Ich habe bei der Aktion #endthestigma mitgemacht.

Die Aufrufe dieses Beitrages waren höher als sonst. Aber was vor allen Dingen offensichtlich war : Die Reaktionen. Ich bekam mehrere private Nachrichten von Leuten die selber von psychischen Erkrankungen betroffen sind, aber sich auf Grund der Stigma nie trauen würden was zu sagen. Von Leuten die mir für meinen Mut dankten und vor allen Dingen auch baten noch einen Blogbeitrag über das Thema zu schreiben – und nicht „nur“ auf Instagram darauf aufmerksam zu machen.

Ehrlich ? Ich hatte nicht mit so einer (hohen) Reaktion gerechnet. Mir selber war gar nicht klar wie sehr das Thema immer noch tabuisiert wird – und das, obwohl ich selber zwei Tage überlegt habe ob ich überhaupt an der Kampagne bei Instagram teilnehmen will. Und gerade deswegen kommt hier auch noch ein Blogeintrag zu dem Thema.

 


Ich hatte es schon bei Instagram geschrieben: Wenn man mich heute kennen lernt wird man von den oben genannten Dingen nichts mehr wirklich an mir feststellen. Selbst die Selbstverletzungsnarben sind verblast und diese eine furchtbare, die mich aber auch gleichzeitig immer daran erinnern wird dass es NIE einen Grund gibt sich selber zu verletzen weil andere Dir gegenüber die Arschlöcher waren, fällt auch immer weniger auf. Vermutlich würde jemand der sie sieht nicht mal auf die Idee kommen woher sie stammt. Um so mühsamer ist es eigentlich auch immer Menschen die man näher kennenlernt an seine Vergangenheit zu lassen. Sollte es irgendwann zu Gesprächen in solche Richtungen kommen (und wie ich feststellte wird es das irgendwann meistens doch, weil es eben auch ein Abschnitt in meinem Leben war), dann werde ich immer ganz groß angeschaut und man kann es nicht glauben. Die Frau, die jetzt vor einem sitzt, die hat offensichtlich mit all dem da oben nichts mehr wirklich zu tun.

Natürlich bin ich auch weiterhin eine „Highly Sensitive Person„, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Und natürlich wird man eine Posttraumatische Störung auch nie wirklich ganz los, aber sie verfolgt mich nicht mehr. Und wenn doch, dann so das es im Maximalfall nur mein Mann ein wenig(!) mitbekommt.

Die Selbstverletzungen kamen vom Trauma. Die Essstörung ebenfalls. Sie war auch nicht unbedingt das was man als „klassische Essstörung“ ansieht – schon alleine das hätte alle hellhörig machen können. Können. Vielleicht auch sollen. Hat es aber nicht. Leider hat es lange gedauert bis ein Therapeut mir endlich mal helfen konnte. Das der Trauma-Auslöser die ganze Zeit präsent war, hat es sicherlich auch für die Therapeuten schwer gemacht. Trotz allem bin ich der Meinung das es ein wirklich guter Therapeut hätte merken müssen. Der ein oder andere auf Grund von Geschichten die sich zutrugen sogar noch eher als der andere. Aber nunja, ich kann es heute nicht mehr ändern. Außerdem bringt es nichts in der Vergangenheit zu leben, sondern nur wenn man im „Hier und jetzt“ lebt. Auch eines dieser Dinge die ich in der DBT Therapie gelernt habe. Eine Therapie die, meiner Meinung nach, immer noch völlig unterschätzt wird und die für so viele verschiedene Formen von psychologischen Erkrankungen sicherlich ungemein nützlich wäre.
Achtsamkeit. Ein magisches Wort. Und so unheimlich wichtig.

Suizid kann verhindert werden ! Und das sage ich als Überlebende.
Eine gute Therapie kann Leben schützen und ein wunderbares „neues“ Leben ermöglichen.

 

Bitte seht und hört hin wenn Menschen in Eurer Nähe Probleme haben !
Und wenn Ihr es selber seid die Hilfe brauchen : Sucht Euch bitte Hilfe !
Mein Beispiel ist nur eines von vielen die zeigen das Euch geholfen werden kann.
Es lohnt sich ! Auch wenn es eine höllische Angst macht da durch zu gehen, es lohnt sich ! Es lohnt sich mehr als in dem Scheiß zu bleiben den man kennt. Ja, es wird hart sein und weh tun, aber nichts tut mir weh als in dem Mist drin zu bleiben und ohne Hilfe zu sein. Und vor allen Dingen ist das was man danach bekommt DEN GANZEN SCHEIß DRECKSSCHMERZ SOWAS VON WERT !!!!

Telefonseelsorge (auch Mailberatung / Chatberatung / FacetoFace Beratung)
Ziemlich Gute Gründe am Leben zu bleiben

So war der Heldenmarkt 2016 in Bochum

Heldenmarkt2
Wie ich Euch berichtet habe war am Wochenende wieder der Heldenmarkt in der Bochumer Jahrhunderthalle.
Ich fand es wieder sehr spannend und es waren nicht nur „altbekannte“ Aussteller da, sondern es gab auch wieder einiges neues zu entdecken. Gerade diese Mischung empfinde ich als sehr gut gelungen und so wurde mein Aufenthalt dort auch länger als gedacht. 🙂
Hinzu kam auch noch die neue bio – vegane Sonderfläche „ExtraVurst„.

ExtraVurst
Leider mussten am Sonntag ein paar wenige Vorträge und Ausstellungen aus Krankheitsgründen ausfallen, aber es gab trotzdem so viel zu entdecken dass das zwar schade war, aber nicht weiter schlimm. Und krank können wir ja alle mal werden, nicht wahr ?! Außerdem gab es ja auch noch andere Vorträge und sowieso jede Menge interessante Gespräche an den verschiedenen Ständen.
Das ein oder andere leckere Teil durfte auch wieder mit – oder wurde direkt vor Ort verputzt. 🙂

Das Motto des Heldenmarktes „Egal war gestern !“ war also gelungen und auch das Versprechen das man die Möglichkeit bekommen würde sich zu informieren, zu probieren und einzukaufen war auch völlig erfüllt. 🙂

 

HeldenmarktTombola
Mit seiner Eintrittskarte hatte man auch wieder die Chance auf schöne Preise bei Tombola – Verlosungen.

 

Wheaty
Wie hier bei Wheaty konnte man nicht nur einkaufen, sondern auch einiges probieren und sich über ihr Sortiment informieren. Und ich sage Euch : Da kommt demnächst wieder was ! 🙂 Leider hatte ich allerdings nicht mehr die Chance die verführerisch klingende neue Veganwurst zu probieren, weil schon alles weg war. 🙁

 

INow
Dafür konnte ich noch die neue INow Pink Rhabarber probieren. Richtig lecker und genau das richtige für den (hoffentlich) kommenden Sommer.

 

Fussabdruck
Nein, ich habe mich nicht nur durchprobiert. 😉 Was ich letztes Jahr eigentlich schon gemacht haben wollte, aber dann nicht dazu gekommen bin weil es immer zu voll war (nicht das es dieses mal nicht auch voll war, aber dieses mal wollte ich es unbedingt machen) : Meinen ökologischen Fußabdruck berechnen. Und ich sage Euch : Es ist erschreckend ! Das was Ihr hier auf dem Foto seht ist der Abdruck beim Thema „Ernährung“. Dieser macht etwa 35% aus. Der Rest setzt sich aus Wohnen (25%), Mobilität (22%) und Konsum(18%) zusammen. Und trotz veganer Ernährung, die ja bekanntlich sehr viel ausmacht, ist mein ökologischer Fußabdruck im Bereich Ernährung immer noch nicht nachhaltig. Wenn das nicht zu denken geben sollte….

 

DiamondArmy
Besonders auf der Messe aufgefallen ist mir übrigens auch ein interessantes, recht neues Label namens „Diamond Army„. Die Sachen haben mir wirklich gut gefallen und ich bin gespannt wie es mit dem Label weiter geht.

Wenn ich Euch jetzt den Heldenmarkt schmackhaft machen konnte : Der nächste findet am 9. und 10. April in Leipzig statt.
Mehr Infos dazu (und natürlich auch weitere Termine in verschiedenen Städten) erhaltet Ihr natürlich immer auf der Heldenmarkt – Seite.

Blogtour Chronische Erkrankungen : Rheuma

Der ein oder andere hat es sicherlich schon mal mitbekommen, dass es immer mal wieder vorkommt das ich von „Schüben“ rede und das es mir an solchen Tagen nicht gut geht. Viele wissen vermutlich nicht so genau was es damit auf sich hat und deswegen nehme ich an  einer Blogtour mit dem Thema „Chronische Erkrankungen“ teil.

„Chronische Erkrankungen“ nennt man Erkrankungen die nicht ausheilen. Der Erkrankte muss in der Regel also lernen damit zu leben.
Fast 20% der Bundesbürger sollen inzwischen an einer chronischen Erkrankung leiden.
Asthma, Diabetes, Epilepsie, Morbus Crohn, Parkinson, …. Es gibt so viele Erkrankungen die chronisch sind. Die ein oder andere werdet Ihr auf der Blogtour noch kennen lernen können. Gestern konntet Ihr bei Laura schon etwas über Diabetes lesen.

 

Blogtour

 

Meine chronische Erkrankung gehört zu den rheumatischen Erkrankungen.
Ich glaube, was fast alle chronisch Erkrankten meistens gemeinsam haben ist die Tatsache das man lange Zeit (oft viele Jahre) von Arzt zu Arzt gerannt ist um eine Diagnose und die passende Behandlung zu bekommen. Das zerrt an den Nerven und somit auf Dauer natürlich auch an der Psyche.
Ich hatte schon immer wieder als Kind Schmerzen in den Fingern und konnte sie teilweise schlecht bewegen. Meine Eltern waren damals auch mit mir bei einem Rheumatologen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern das er damals tatsächlich meinte, ich wäre zu jung für Rheuma. Es wäre also nichts. Inzwischen ist bekannt das sogar immer mehr Kinder unter der Erkrankung leiden, aber trotzdem habe ich mir auch mit Anfang 30 solche Aussagen teilweise noch anhören müssen.

Als junger Erwachsener kamen dann unerklärbare Fieberschübe hinzu.
Auch hier wusste wieder keiner was zu tun war.

Vor ca. 8 Jahren lag ich dann plötzlich mit schweren „Rückenschmerzen“. Ganze zwei Wochen lang war ich nicht in der Lage mich ohne Schmerzen zu bewegen.
Da ich schon seit längerem immer mal wieder, mehr oder weniger, im unteren Rückenbereich Schmerzen gehabt hatte, nahm man an dass es ein Bandscheibenvorfall gewesen war nach dem man dann irgendwann mal ein CT in die Wege leitete. Man sah zwar nichts mehr auf den Bildern, aber das kann schon mal nach längerer Zeit und nur einem leichten Vorfall sein – wurde mir zumindest so gesagt.
Es war Herbst und es war nass-kalt. Das war noch nie meine Jahreszeit. Und das ich Probleme mit Schmerzen bei diesem Wetter hatte war für mich schon in all den Jahren normal geworden. Aber doch nicht so !

Es wurde nicht wirklich besser. Fingerschmerzen und krumme Finger war ich auch schon gewohnt. Genau so wie Schmerzen in manchen Gelenken. Aber wer geht schon mit solch unspezifischen Sachen mehrfach zum Arzt wenn man nur blöde Kommentare bekommt ?!

Der erste Rheumaarzt wurde in Angriff genommen, nach dem Orthopäden auch nichts weiter feststellen konnten und ich mit den Worten „Stellen Sie sich nicht so an, so schlimm kann es nicht sein. Sie sind noch jung. Sie bekommen nicht mal Ibuprofen von mir.“ abgewiesen wurde.
Der Rheumaarzt war nach den ersten Untersuchungen der Überzeugung es wäre Morbus Bechterew. Nach meinen Blutwerten und vor allem der Untersuchung meiner DNA war er dann wieder der Überzeugung ich könne nichts haben, weil der eine Maker zwar positiv war, der andere aber nicht. (Ich muss dazu sagen das es auch genug Quellen gibt die a) sagen das die Maker an sich nicht zutreffen müssen und b) auch einer als Beweis ausreichen kann)
Damit hatte sich das Ganze dann wieder erledigt und ich stand irgendwo wieder am Anfang. Inzwischen aber mit einer Menge mehr und vor allen Dingen schwereren Schmerzmitteln.

Es folgten tägliche Fahrten zu einer Schmerzklinik bei der ich jeden Tag gespritzt wurde. Nach dem man das eine gewisse Zeit durchexerziert hatte und es mir minimal besser ging, kam man auf die Idee mir eine Schmerzpumpe einzusetzen. Das wollte ich aber nicht, weil es für mich keine Lösung war – schon gar nicht wenn man sich nicht mal einig wurde was ich denn nun haben sollte.

Also spritze ein niedergelassener Schmerzarzt weiter. Mit solchen Folgen das ich z.B. mal tagelang meinen Unterleib nicht mehr spürte weil er mit der Betäubung lahm gelegt wurde.
Inzwischen bekam ich auch schon Morphin weil nichts anderes nur ansatzweise noch half.

Es folgte ein weiterer Schmerzarzt. Ein Neurologe. Ein Psychologe. Ja, sogar den Psychologen habe ich mir gegeben, nach dem man mir immer wieder sagte, wenn man nichts finden würde, dann wäre es halt psychisch. Der war aber sofort der Überzeugung dass ich sicherlich kein Problem hätte und das ich sogar verdammt stabil wäre für das was ich da gerade durch machte. Ich kann es also schriftlich belegen das alles so noch in Ordnung ist. 😉 Oder um es mit Sheldons Worten zu sagen „My mother had tested me !“. 😛

Inzwischen war ich auf täglich 120mg Morphin. Das wurde ja auch immer weiter angehoben, weil man nichts machen konnte.
Hinzu kommt das man nicht denken muss man bekommt auch Arzttermine wenn man sie braucht. Die Rheumatologen schoben sich sogar gegenseitig den schwarzen Peter zu und meinten „Rufen Sie den Kollegen an“. Der wiederum meinte dann, dass er natürlich auch keine Termine mehr hätte und der erste sich kümmern solle….
Irgendwann hat man dann wirklich keine Lust mehr. Oder man bekommt andauernd zu hören „Sie können doch nicht so viel Morphin nehmen !“. Ja, das wusste ich auch – ich hatte das ja auch nicht von alleine gemacht ! Und los werden wollte ich das Zeug auch. Dafür hätte man mir aber auch mal Alternativen bieten müssen.

Zwei Physiotherapeuten sagten mir, unabhängig voneinander, das ich „typische Rheumafinger“ habe. Leute sahen Schwellungen an den Gelenken und verstanden nicht das kein Arzt was tat.

Dann kam ich für eine Woche zu Untersuchungen auf eine Rheumastation.
Der Chefarzt war auch der Meinung das es wohl Rheuma wäre. Welcher Art war er sich nicht sicher.
Ich wurde täglich gespritzt und bekam Infusionen. Besonders bei den Infusionen hatte ich das Gefühl das sie halfen. Und das die Spritzen mit Cortison halfen war vermutlich ja auch mehr als klar….
Zum Ende der ganzen Untersuchungen kam dann folgender Dialog zustande – den man wirklich nicht glauben mag, aber der nicht der erste dieser Art war :
Arzt : Sie haben kein Rheuma.
Ich : Aber Ihr Chef hat doch gesagt, man könne da wohl schon Veränderungen in den Fingern sehen und das müsse weiterhin regelmäßig kontrolliert werden.
Mein Mann : Ja, was hat sie denn dann ?
Arzt : Ja, vielleicht ist es ja doch Rheuma.
Wenn Ihr jetzt lachen müsst, kann ich das durchaus verstehen. Ich lache inzwischen auch sarkastisch darüber, denn sonst fällt mir nichts mehr anderes zu meinem ganzen Ärztemarathon ein.
Es ging dann noch weiter, dass ich in den nächsten drei Monaten, wenn wieder das typische Rheumawetter gewesen wäre, in die Klinik kommen solle. So für 3-4 Wochen um eine Rheuma(!)Behandlung durchzuführen.
Da stand es dann für mich endgültig fest : So wollte ich definitiv nicht leben ! Auf der Station waren lauter Menschen die alle paar Monate wieder kamen, für 3-4 Wochen ihre Behandlung bekamen, dann ging es wieder eine Zeitlang ein wenig besser und dann ging das Spiel wieder von vorne los. Auch wenn es sich jetzt blöd anhört, aber dann liege ich lieber mit Schmerzen auf MEINER Couch und fühle mich dabei wenigstens wohler als in einem Krankenhaus wo ich nach einiger Zeit wieder hin muss. Und das alles für eine kurze Zeit in der es mir minimal besser geht ?!
Man versprach mir das man aufschreiben würde was in den Infusionen war, wenn mein Hausarzt bereit wäre mir Infusionen zu machen.

Muss ich erwähnen das mein Hausarzt bereit war, aber nie eine komplette Antwort bekam was genau alles in der Infusion drin war ?!
Mein Hausarzt hatte nach all den Geschichten auch keine Lust mehr und verstand total wie ich keine Lust mehr auf sinnlosen Ärztemarathon hatte.
Ich hatte inzwischen auch das Gefühl dass ich durch das Morphin keinerlei Hilfe mehr hatte und das Entzündungshemmer wie popeliges Ibuprofen da sogar noch mehr brachten. Deswegen verschrieb er mir dann ein Rheumamedikament.
Dadurch konnte ich endlich anfangen das Morphin zu reduzieren.
Inzwischen war ich durch das Morphin schon mehrere Kleidergrößen schwerer geworden. Obwohl ich kaum Hunger hatte und gegessen habe. Ich war einfach aufgeschwemmt. Zum Glück ließ mich das psychisch aber ziemlich kalt, denn ich wusste ja wieso und hatte – zum Glück – immer tolle Leute an meiner Seite die mich liebten so wie ich war.

Zu der Zeit entschied ich mich dann auch aus ethischen Gründen vegetarisch zu werden.

Ich hatte einen sehr langen, aber echt ziemlich üblen Entzug vom Morphin. Durch das neue Rheumamittel und meinem Willen schaffte ich es aber.

Ich wurde aus ethischen Gründen vegan und befasste mich immer mehr mit dem Thema Ernährung.

Es ging aufwärts. Zwar musste ich jeden Tag mein Rheumamedikament nehmen, aber es wurde irgendwie immer besser. Natürlich hatte ich auch schlechte Tage und besonders nass-kaltes Wetter war (und ist) ein Killer, aber es wurde DEUTLICH besser.

Mein Bluthochdruck verschwand und ich konnte meine Bluthochdrucktabletten absetzen. Meine Magenprobleme verschwanden und ich brauchte diese Tabletten auch nicht mehr.

Nach und nach ging es mir körperlich immer besser und selbst das Rheumamittel musste ich nicht mehr jeden Tag nehmen.

Inzwischen hatte ich Bücher in die Finger bekommen die davon handelten das chronische Erkrankungen sehr, sehr viel mit unserer Ernährungsweise zu tun haben. Ich muss ehrlich sagen : Hätte ich die vorher in die Hand bekommen, ich hätte – trotz meinem Leid – sie vermutlich nicht ernst genommen. Ich meine, wie hört es sich denn an wenn da Leute schreiben (auch wenn es Wissenschaftler schreiben !), dass man „nur“ auf manche Lebensmittel verzichten muss und dann verbessern sich chronische Erkrankungen wie Rheuma deutlich, wenn Du selber von Arzt zu Arzt rennst, aber die auf keinerlei Ideen kommen außer auf das was sie immer machen und dazu noch die Medikamente die sie immer verschreiben ?!
Heute weiß ich das Ärzte Ernährung so gut wie nicht im Studium erlernen.

Rheumahelfer                                                         Meine „Hilfsmittelchen“

Heute :
Mir geht es DEUTLICH besser als in den letzten Jahren.
Natürlich liebe ich immer noch nicht nass – kaltes Wetter. 😉 Ich habe auch weiterhin Schübe und Schmerzen. Immer mal wieder dicke Finger und Gelenke. Es gab auch diesen Winter Tage an denen ich auf der Couch lag und einfach nur körperlich groggy war und nichts machen konnte, weil ich schon seit Tagen auch noch zusätzlich Fieberschübe hatte. Ab und an ging auch gar nichts mehr und ich musste eine Rheumatablette nehmen. Aber alles in allem ist es wirklich KEINERLEI Vergleich zu dem wie es mal war.
Ich habe gelernt mit was für „Hilfsmittelchen“ ich es mir einfacher machen kann.

Was ich Euch sagen möchte :
Wenn Ihr selber von einer chronischen Erkrankung betroffen seid, dann gebt nicht auf  – auch wenn es schwer fällt ! Versucht so viel wie möglich Kraft aus den besseren Zeiten zu ziehen und isoliert Euch nach Möglichkeit nicht von anderen Menschen.

Wenn Ihr selbst nicht betroffen seid, dann hoffe ich dass ich Euch einen kleinen Einblick darüber geben konnte was für einen Leidensweg viele Betroffene hinter sich haben – und der auch oft psychisch nicht spurlos an vielen Betroffenen vorbei gegangen ist. Ich hatte Glück dass ich schon vorher einiges erlebt habe aus dem ich jede Menge Kraft und Durchhaltevermögen heraus ziehen konnte. Und ich hatte das Glück dass ich immer Leute an meiner Seite hatte und – trotz allem – geliebt wurde und so viel Verständnis für mich aufgebracht wurde wie diese Personen es selber an Kraft auch für sich konnten. Das haben viele nicht und ich bin wirklich dankbar für diese Menschen an meiner Seite. Vielleicht kannst Du ja auch so ein Mensch für einen anderen Betroffenen sein.

 

Morgen geht es mit der „Blogtour Chronische Erkrankungen“ bei Beate mit dem Thema Neurodermitis weiter.

Vegane Pancakes

Bei uns gab es gestern mal wieder Pancakes. Kleine Pfannkuchen. Pfannekuchen. Eierkuchen. Omelett. Oder wie auch immer ihr dazu sagt. 😉

„Eierkuchen“ ? Wie soll das denn vegan sein ?!
Keine Sorge, das geht ganz einfach ! Und da ich schon öfters nach unserem Rezept gefragt worden bin, weil unsere Pfannkuchen / Pancakes oder auch „Arme Ritter“ (den Teig kann man nämlich auch prima zum überbacken von armen Rittern nehmen !) wirklich gut gelingen und dabei nicht lauter „seltsamen“ Zutaten enthält, rückt mein Mann jetzt mal für Euch mit seinem Rezept raus.

 

Pancakes
Für etwa 5 – 6 Pancakes braucht Ihr :
350 ml (Vanille-)Sojadrink
(Vanillesoja gibt noch mal einen extra leckeren Geschmack)
70g Zucker
1 Tütchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Esslöffel Sojamehl
(gibt es inzwischen schon in jedem gut sortierten Supermarkt zu kaufen – in manchen sogar schon von der Eigenmarke !)

und
170g Mehl
1/2 Tütchen Backpulver

  1. Sojadrink, Zucker, Vanillezucker, Salz und Sojamehl vermengen und schaumig rühren.
  2. Mehl und Backpulver verrühren und unter die anderen Zutaten rühren.
  3. 15 Minuten quellen lassen.
  4. Danach einfach ganz normal in einer Pfanne ausbacken und mit leckeren Zutaten (z.B. Ahornsirup, Obst) aufpimpen. 😉

 

Guten Hunger !

Vegan – Wie geht das ?!

Ich werde in letzter Zeit immer wieder gefragt wie „Vegan eigentlich geht“.
Als ich mich immer mehr mit dem Gedanken beschäftigt habe vegan zu leben hatte ich auch viele Fragen – aber ich muss zugeben das diese Fragen immer mehr in meinem Kopf verschwunden sind um so länger ich mich mit dem Thema beschäftigt habe. Und wenn ich jetzt gefragt werde was ich für Tipps habe muss ich des Öfteren immer etwas länger überlegen. So wie es mal für mich normal war mich mit tierischen Produkten zu ernähren, mindestens genau so normal ist es inzwischen für mich auf tierische Produkte zu verzichten –  und die Frage was ich für „Anfängertipps“ habe ist nicht mehr ganz so einfach aus dem Stehgreif zu beantworten.
Deswegen habe ich jetzt mal ein paar Tipps gesammelt um dem ein oder anderen vielleicht etwas weiter helfen zu können.

  1. Fang einfach an !
    Geh nicht davon aus das es schwer ist sich vegan zu ernähren. Ich weiß das die Hürde schrecklich hoch erscheint, aber man wächst da genau so rein wie man in das System des Fleischessens reingewachsen ist.
  2. Gib Dir Zeit !
    Erwarte nicht von Dir das Du von heute auf morgen alles über vegane Ernährung weißt oder das Du alles „richtig“ machst. Wobei wir auch direkt bei Punkt 3 wären :
  3. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ !
    Du wirst Leuten begegnen die meinen alles / vieles / etwas besser zu wissen. Die finden, wenn Du vegan leben möchtest, musst Du dies und jenes machen, aber das nicht. Das Du nur Veganer bist wenn Du auf ALLES achtest. Vergiss es einfach und mache Dich davon frei : Es gibt keine 100% Veganer und Du musst für Dich den besten Weg finden. Gib einfach alles was Du kannst, aber setze Dich nicht selbst unter Druck.
  4. Lass Dich nicht unter Druck setzen !
    Sei es durch die in Punkt drei genannten Leute oder durch Dein Umfeld.
  5. Sei Dir darüber im Klaren warum Du vegan sein möchtest !
    Wenn Du Dir dessen immer bewusst bist, dann kannst Du Dich auch nicht so schnell von anderen Leuten aus dem Konzept bringen lassen – denn Du weißt dann ja immer wofür Du es tust !
  6. Bullshitbingo !
    Und wenn Du doch mal zu sehr von den Kommentaren von anderen genervt bist, dann spiel doch eine Runde Bullshitbingo ! 😉Bullshitbingo
  7. Lebe mit Sarkasmus und cleverem Humor !
    Dabei helfen „Der Artgenosse“ mit seinen tollen Comics und „Der Graslutscher“ mit seinen (Blog-)Kommentaren (auch unbedingt die Facebook-Seite beachten !).
    Wenn Du den nächsten Bullshit – Bingo – Nerver in Grund und Boden reden willst, hilft zur Vorbereitung auch der Youtube-Channel vom Artgenossen.
  8. Facebook ist Dein Freund (aber nur wenn Du an Punkt 3 denkst !) !
    Es gibt ja für alles mögliche Facebook – Gruppen. Nutze das für Dich.
    Jede größere Stadt / jedes größere Gebiet hat inzwischen eigentlich eine vegane Facebookgruppe. Dort kannst Du Dir Tipps holen was es bei Dir in der Umgebung an Lokalitäten gibt, Leute die auch vegan leben in Deiner Umgebung kennenlernen, etc.
  9. Nutze Veranstaltungen !
    Informier Dich über Veranstaltungen / Messen in Deiner Nähe die das Thema „Vegan“ haben und besuche sie. Dort kannst Du eine Menge Produkte kennenlernen und testen und Dir Informationen zum Thema Vegan holen.
    VeganStreetDay
  10. Hol Dir Kochtipps !
    Melde Dich bei der „Vegan Taste Week“ von der Albert Schweitzer Stiftung an und hole Dir per mail wichtige (Koch-)Tipps. Natürlich ist das Ganze kostenlos !
  11. Vorbereitung und hilfreiche Listen sind alles !
    Keine Lust andauernd Dich mit Zutatenlisten abzugeben und es soll beim Einkaufen im Supermarkt einfach nur schnell gehen ?
    Peta2 hat ein paar wundervolle Listen !
  12. Besuch einen veganen Supermarkt !
    In (fast) jeder größeren Stadt gibt es inzwischen auch komplett vegane Supermärkte. Wenn Dich ein normaler Supermarkt oder Bio-Laden gerade einfach nur erschlägt, dann mache einen Abstecher in einen veganen Supermarkt (und natürlich auch gerne einfach so, so oft wie möglich 😉 ). Hier musst Du auf KEINERLEI Zutaten achten (wenn Du nicht gerade Allergiker bist wie ich 😉 ) und wirst in der Regal auch noch wunderbar beraten – gerade eben auch als Neu-Veganer. Aber pass auf : Hier wirst Du sicherlich von einer Vielfalt erschlagen ! *lach*
  13. Probier Dich durch !
    Auch wenn es sich erst einmal komisch anhören mag, aber Tofu ist nicht gleich Tofu. Und ein veganes Würstchen was Dir nicht schmeckt kann von einer anderen Firma total Dein Geschmack sein.
    Finde also nicht gleich irgend etwas total ekelig, sondern probiere Dich durch.
    Und das Ganze nach Monaten ruhig auch noch mal, denn Du wirst bald feststellen dass sich Deine Geschmacksnerven (zum feineren, besseren !) verändern und Dir irgendwann auch plötzlich mal Sachen schmecken können die Du vorher nicht mochtest – und auch teilweise umgekehrt. Mit Geschmacksverstärkern kann man mir z.B. kaum noch kommen. 😉
  14. Es gibt nicht nur eine Milch !
    Du kannst Dir nicht vorstellen auf Kuhmilch zu verzichten ? Dann kennst Du noch nicht das „Milch“-Sortiment was es sonst noch so gibt ! Auch hier heißt es : Probier´ Dich durch ! Soja, Haselnuss, Mandel, Hafer, Reismilch,… – was darf es denn heute sein ?! 😉
    Auch auf Joghurt musst Du nicht verzichten und es gibt einiges zu entdecken ! 🙂
  15. Verzicht – der falsche Ansatz !
    Vegan sein heißt nicht Verzicht ! Auch wenn Du es vielleicht erst mal nicht glauben magst, aber wie Du vielleicht schon an den letzten Punkten festgestellt hast : Es gibt viel zu entdecken ! Und deswegen solltest Du auf Deinen gedanklichen Ansatz achten. Wenn Du „Vegan = Verzicht“ im Kopf hast, dann wird Dir eine Umstellung deutlich schwerer fallen als wenn Dir bewusst ist, dass Du nicht verzichtest, sondern Dich bewusst entscheidest (siehe auch Punkt 5). Du darfst alles essen – Du willst nur nicht alles essen. 🙂
  16. Lese !
    Man kann auch mehr als Facebook – Gruppen und Blogs lesen (wobei Du meinen natürlich trotzdem nicht vernachlässigen solltest 😛 ). Lese (gute) Bücher zum Thema ! Z.B. „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer, „The China Study“ von T. Colin Campbell, „Artgerecht ist nur die Freiheit“ von Hilal Sezgin, „The Starch Solution“ von John McDougall (gibt es auch auf Deutsch – aber der Titel ist unpassend, finde ich), „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ von Melanie Joy.
    Das sind natürlich jetzt nur einige Beispiele. 😉
  17. Oder guck Filme & Videos !
    Wenn Du Kochinspirationen brauchst :
    Björn Moschinski bei YouTube.
    Jérôme Eckmeier bei YouTube.
    (Die Beiden haben übrigens auch prima Koch – und Backbücher !)
    Und wenn Du Dich so etwas informieren möchtest gibt es z.B. :
    Cowspiracy
    We feed the world
    Food Inc.
    Live and let Live
    oder – wenn Du es schaffst – natürlich Earthlings.
  18. Experimentiere beim Kochen und backen !
    Hatten wir so in der Art schon mal ? Mag sein, aber ich kann es nur wiederholen.
    Probier aus ! Auch wenn es vielleicht erst einmal schief geht. Ich glaube, ich kenne niemanden der z.B. sofort die Sache mit dem Soja-Granulat raus hatte – aber sich heute nicht darüber totlacht weil es eigentlich ganz einfach ist.
    Und unterschätze nicht die Wirkung von Sachen die Du vorher vermutlich gar nicht kanntest – wie z.B. Kala Namak auf Avocado auf Brötchen. 😉 (TESTEN !!!!)BunteBurger

So, ich hoffe ich konnte Euch ein paar gute Tipps mitgeben ?!
Wenn Ihr noch mehr wissen wollt, dann fragt mich einfach direkt : Hier bei den Kommentaren, bei Facebook, bei Twitter oder bei Instagram. Ich freue mich wenn ich Euch weiter helfen kann. 🙂

Kai Meyer Lesung (und das Lesejahr *hust*)

Am 01.10. ist die Challenge „Ein Jahr mit Kai Meyer“ zu Ende gegangen. Ich wollte das nicht ganz unkommentiert lassen und da es gerade zum weiteren Eintrag passt wollte ich Euch noch kurz wissen lassen das (zumindest für mich) keine wirkliche Challenge stattgefunden hat. Auf der „Organisationsseite“ tat sich nichts mehr in die Richtung und ich habe es auch total versemmelt. Wenn die Challenge geheißen hätte „Kauft weiterhin Kai Meyer Bücher, Ihr müsst auch nicht zum lesen kommen !“ hätte ich wohl gute Chancen gehabt. *g* Drei neue Bücher von Kai zogen ein. Denkt Euch ansonsten was ich in dem einen Jahr gelesen habe. *hust* Aber ich bin generell in dem Jahr fast gar nicht zum lesen gekommen und mein SUB ist einfach nur weiterhin gewachsen. In den letzten Monaten habe ich mir wieder vorgenommen daran etwas zu ändern. Die Anzahl der gelesenen Bücher ist zwar auch weiterhin eher etwas witzlos, aber immerhin nehme ich mir mal wieder die Zeit und lese überhaupt mal wieder etwas.
Das nur noch kurz dazu.

Seit gestern habe ich mir aber wieder stark vorgenommen endlich mal wieder etwas von Kai zu lesen. Nicht nur das meine Schwester gerade begeistert „Die Seiten der Welt“ liest (und wer hat sie wohl dazu gebracht Kai gut zu finden und hat selber immer noch nicht das Buch gelesen ?! *hust*). Nö, mein Mann dem ich zig mal gesagt habe er soll mal was von Kai Meyer lesen, das wäre etwas für ihn, und der sich immer mit zig Vorurteilen gegen Meyer – Bücher weigerte, hat sich heute meinen 1. Teil der „Seiten der Welt“ geschnappt und will es nun lesen. Und warum ? Weil wir gestern auf einer Lesung von Kai waren !

Endlich hatte ich mal die Gelegenheit auf eine Lesung von Meyer zu kommen. Und das wollte ich mir dann natürlich auch nicht entgehen lassen. Mein Mann war so lieb und begleitete mich. Ich hatte ja wirklich Angst das er einschläft. Nicht, weil ich Kai für langweilig halte (sicher nicht !), sondern wegen Nachtschicht und vielleicht 4 Stunden Schlaf vorher. Was soll ich sagen ? Spätestens bei der Fragerunde war mein Mann hellwach, stellte tatsächlich sogar Fragen und wollte zum Schluss sogar von Kai wissen welche Bücher er selber von sich empfehlen würde wenn jemand noch keine Bücher von ihm gelesen hätte. Ihr wisst schon sicherlich auf was das hinaus läuft ?! 😉 Kai hat auf der Lesung so gut unterhalten und war so sympathisch wie ihn immer alle beschreiben. So war es nicht nur für mich ein Erlebnis ihn endlich mal zu erleben, sondern er hat sich meinen Mann auch gleich mal als Fan eingeheimst. 🙂

Einiges wusste ich vor der Lesung schon, aber vieles war auch wirklich sehr interessant. Vor allen Dingen fand ich spannend das tatsächlich die Figuren und Bücher die er von sich am Meisten mag meist die sind, die entweder nicht so gut gelaufen sind oder eben total die Gemüter teilen. Lustigerweise sind das aber auch genau die Figuren und Bücher die mir am Meisten zusagen !
Spannend fand ich auch, dass er meinte, seine Bücher mit historischem Hintergrund würden Historien-Liebhaber wohl aufschreien lassen. Na, jetzt weiß ich wenigstens warum ich mit Historienromanen nichts anfangen kann, aber bei Kai ganz begeistert war. *lach*
Generell fand ich auch schön, dass er gestern Szenen seiner beiden Lieblings-Nebendarsteller gelesen hat. Das sind ja sonst meist eher die Figuren die etwas untergehen. Und bei „Samsa“ musste ich ja sofort grinsen…. Hach, ich muss wirklich schnell an die Bücher !

Nach der Lesung gab es noch Autogramme und man konnte auch Fotos machen. 🙂

KaiMeyer1 Kai Meyer unterschreibt mein Buch „Phantasmen“

KaiMeyer2Haha, fragt nicht ! 😉 Mir ist mein Beutel von der Schulter geknallt und dann haben wir noch mal schnell ein 2. Bild gemacht…unsere Blicke waren wohl noch nicht wieder so wirklich sortiert. 😉

KaiMeyer3Mein unterschriebenes Exemplar von „Phantasmen“. 🙂

Ich habe wirklich länger überlegt welches Buch ich mir signieren lassen soll. „Das zweite Gesicht“ gehört zu meinen Lieblingen. Aber das habe ich als limitierte und unterschriebene Version. „Arkadien“ war mein erstes von Kai. Das habe ich aber mal verliehen und nie wieder gesehen. 🙁 „Die Alchimistin“ (auch ein Liebling) ist „nur“ eine Taschenbuchversion. Aus dem 2. „Seiten der Welt“ war die Lesung, aber das habe ich ja nicht mal bis jetzt gelesen…. Also fiel dann die Wahl auf „Phantasmen“ weil das auch  irgendwie zu meinen Lieblingen zählt, denn es hat mich lange beschäftigt. Ich mag sowieso die Bücher von Kai am Liebsten die mich irgendwie lange beschäftigen.

Solltet Ihr mal die Gelegenheit bekommen auf eine Lesung von Kai Meyer zu gehen : Tut es !
Und sowieso : Kauft seine Bücher ! 😛

Ein bisschen mehr Ethik, bitte !

Ethik.
Der Duden sagt :
Gesamtheit sittlicher Normen und Maximen, die einer [verantwortungsbewussten] Einstellung zugrunde liegen.
Wikipedia spricht es noch mal so : Im Zentrum der Ethik steht das spezifisch moralische Handeln, insbesondere hinsichtlich seiner Begründbarkeit und Reflexion.

„Was hat sie denn nun ?“ werdet Ihr Euch jetzt vielleicht fragen. Mir schwirrt da inzwischen schon seit Wochen, eigentlich schon eher seit Monaten, ein Eintrag im Kopf rum. Und da ich immer wieder mit dem Thema konfrontiert werde, gibt es diesen Eintrag nun auch endlich mal.

NiliMoehre „Geben Sie einem Kind einmal einen Apfel und ein Kaninchen. Wenn das Kind das Kaninchen isst und mit dem Apfel spielt, dann kaufe ich Ihnen ein neues Auto.“
– Harvey Diamond

Anfang letzten Jahres beschlossen mein Mann und ich kein Fleisch mehr zu essen. Es gab einen Auslöser der mich mal wieder die Frage stellen ließ „Wie kann man es verantworten Fleisch zu essen wenn man weiß wie intelligent Tiere sind ?“ Und als mein Mann eine der obligatorischen Antworten eines Fleischessers gab „Aber wir essen doch gar nicht viel Fleisch !“ machte es in meinem Kopf „Klick“ und ich zählte ihm auf wie viel es eigentlich doch ist. Nicht nur Schnitzel und Currywurst ist Fleisch. Die Scheibe Wurst auf dem Brot. Die Spaghetti Bolognese. Die Bolognese – Lasagne. Die Gnocchi – Pfanne war mit Hack. Die Käse – Lauch – Suppe. Auf der Pizza der Schinken. Das Chili con Carne. Und so ging meine Aufzählung weiter. Uns wurde plötzlich bewusst wie viel es tatsächlich war. Und wir waren, ehrlich gesagt, etwas geschockt als wir uns das alles wirklich mal vor Augen führten. Wir beschlossen das zu ändern. Wir wussten das wir unseren Stinkern nicht mehr in die Augen gucken könnten wenn wir so weiter machen würden, denn wir wissen wie empathisch sie sind, wie sie fühlen und mitleiden können, wie clever sie sind, wie sie verstehen, …. Und wie oft werden Kaninchen oder Meerschweine immer noch für doof gehalten ? Für die niedlichen Kuscheltiere die man in kleine Käfige sperren kann. Für Tiere die so ziemlich anspruchslos sind ? Und dass sie das nicht sind wissen wir schon lange. Wieso also sollten wir solche Tiere anders behandeln als andere Tierarten ? Es gibt noch genug Menschen die Kaninchen essen. In weiten Teilen Südamerikas ist es normal Meerschweine zu essen. Wie können wir das verurteilen, „nur“ weil wir unsere Tiere lieben, wenn wir selbst andere Tiere essen ?! Für uns stand es fest : Kein Fleisch mehr für uns.

Natürlich war das nicht so einfach wie es sich vielleicht jetzt anhört. Man muss sich erst mal umstellen. Man muss sich darauf einlassen. Gerade meinem Mann, der vorher immer sagte „Solltest Du jemals auf den Trichter kommen Vegetarier zu werden, verlasse ich Dich !“ und der Fleisch immer sehr liebte, fiel es nicht immer leicht. Ich war noch nie der große Fleischesser, aber plötzlich fielen eben so viele Gerichte raus, die wir andauernd so gegessen hatten. Durch das Internet ist das aber alles heute weniger problemlos. Man kann sich prima informieren was man wie umstellen kann. Man kann einfach Ersatzprodukte bestellen, wenn man die denn haben möchte, etc. Lange Rede, kurzer Sinn : Es wurde immer besser. Und wir entdeckten plötzlich Essen ganz neu. Man sagt, das sich die Geschmacksnerven spätestens nach drei Monaten komplett umgestellt haben. Und ja, wir schmecken jetzt anders. Viel sensibler. Was habe ich Miracoli geliebt ! Ich werde nie den Abend vergessen als es Miracoli gab und wir uns beide nur noch angewidert ansahen und es einfach beide nicht mehr runter kriegten. Es schmeckte uns einfach nicht mehr. Zu viel Künstlichkeit.
Und das war nicht alles was sich veränderte. Warum Vegetarier begeistert erzählen was sich alles gesundheitlich verbessert hat ? Weil es wirklich so ist. Man will es vorher nur nicht glauben.

Aber ich schweife eigentlich gerade von diesem Eintrag ab. Es sollte ja um Ethik gehen.
Wenn man sich mit Vegetarismus weiter auseinander setzt, muss man sehr bald feststellen das man eigentlich Veganer werden muss um das zu erreichen was man möchte. Und dann kommt man zwangsläufig mit einem bestimmten Schlag von Menschen in Kontakt, bzw. wird schon ganz bald mit denen in einen Topf geschmissen. Und nein, ich meine damit nicht das Bild des „militanten Veganers“, sondern viel mehr das der „neuen Topdiät“. Das manche sogar schon als „neue Essstörung“ bezeichnen. Gehypt durch einen Attila H.*, der mit seinen Kochbüchern den großen Reibach gemacht hat und dabei auch gar nicht erst versucht zu verheimlichen dass es ihm nur um seinen Körper geht und darum wie es ihm geht. DAS HAT ABER SO GAR NICHTS MIT VEGAN ZU TUN. Vegan heißt nicht mit seinem fetten Porsche rumflitzen und bequem in seinen Ledersitzen zu sitzen und andere, die das nicht in Ordnung finden wenn man sich so als „vegan“ bezeichnet als „Müslijochen“ und „militant“ zu beschimpfen. Vegan hat auch was mit Ethik zu tun. Nicht nur „was“, sondern eine ganze Menge. Es ist keine „tolle neue Diät“. Es ist keine Essstörung (wobei der Gedanke bei dem ganzen Diät – Hype nun auch keine Verwunderung mehr sein sollte). Es ist eine Einstellung. Eine Einstellung bei der es um die Umwelt geht in der wir leben. Und unsere Umwelt ist nicht nur unser eigener Körper den wir in „shape“ bringen wollen weil unsere Gesellschaft uns das so vor lebt. Es geht um deutlich mehr. Es geht um die Mitwelt. Deswegen macht mich diese Einstellung des „Veganhyps“ so wütend und ich sage :

„Ein bisschen mehr Ethik, bitte !“

Damit aus einer Essensumstellung mehr wird als eine dumme Diät.
Denn wer glaubt schon wirklich daran dass die meisten der Leute, die sich momentan vegan ernähren weil es gerade „hipp“ ist, sich um mehr Gedanken machen und auf Dauer vegan leben werden, wenn erst einmal der „Vegan – Hype“ abgeklungen ist ?!

 

*Natürlich gibt es auch noch andere als ihn, aber ich benutze ihn als Beispiel, weil er wohl der Bekannteste ist. Und er hat es so gerne wenn sein Name erwähnt wird, also wollen wir ihm doch diesen Gefallen tun. ;P (Narzissmus hat übrigens auch nichts mit Moral und Ethik zu tun)

Schöne Ostern !

Ostern2015 Warum immer Osterkaninchen, bzw. Osterhasen ?! Warum nicht mal Ostermeerschweine ?!

Nach dem jedes Jahr einer der Stinker für das Osterfoto „herhalten“ muss, haben wir uns dieses mal entschieden das die Quieker auch mal ran müssen. Und ehrlich ? Sie waren besser agierende Models. Das muss ich jetzt mal so entschieden sagen. ;P
Ihr seht also dieses Jahr Ringo (vorne) und George (etwas weiter hinten). Und ja, sie sind „named like a Beatle !“. 😉

Bei uns ist dieses Jahr Ostern auch so einiges anders als früher : Keine Eier. Ich habe ein veganes Osternest bekommen. Und anstatt Fleisch bei der Familie geht es lieber zum Kaffee trinken.
Und nichts davon fühlt sich an wie Verzicht. Im Gegenteil.

Ich hoffe, Ihr habt ein schönes sonniges Ostern und könnt Euch ein wenig vom meist viel zu stressigen Alltag erholen. Ostern stellt einen Neuanfang da. Macht etwas daraus.

Was für ein Jahr !

Gluecksklee

Da ist das neue Jahr auch schon wieder ein paar Tage alt und ich habe seit längerem nichts mehr von mir hören lassen.
Das Jahr 2014 hat mich echt auf Trapp gehalten und während wir hier eigentlich einstimmig zu der Aussage gekommen sind das es nächstes Jahr eigentlich nur besser werden kann, gab es doch auch einiges aus dem alten Jahr was es sich zu feiern lohnt.
Für 2015 haben wir wenigstens momentan einen Hoffnungsschimmer dass sich so einiges verbessern wird. Manchmal hat man ja leider nur geringen Einfluss auf so einiges.
Was ich mir für das neue Jahr wünsche ist vor allen Dingen Gesundheit für meine Familie und mich. Das ist mir momentan wirklich das Wichtigste. Und das sich eben die anderen Dinge jetzt nach und nach tatsächlich klären. Wir haben genug Sorgen in 2014 haben müssen. Da wäre ein 2015 mit deutlich weniger Sorgen wirklich ein großer Gewinn.

Aber wie auch schon oben geschrieben : Es gab auch so einiges Schönes in 2014.
Zu allererst ist da natürlich unsere Hochzeit zu nennen. Wir würden es genau so wieder machen wie wir es getan haben. Nur wir Beide und unsere Trauzeugen. Und hinterher bekommen andere Leute dann Karten. Nur zu empfehlen ! 😉
Dann hat sich generell in unserem Leben einiges umgestellt, weil wir uns ganz anders ernähren. Deswegen kann es auch gut sein das es hier in nächster Zeit auch mal Infos zu vegetarischen / veganen Geschäften oder Gerichten geben wird. Ich will hier gar nicht großartig erläutern wie es zu diesem Wandel kam und auch schon gar nicht über verschiedene Ernährungsformen diskutieren. Ich weiß nur, dass es mir gesundheitlich inzwischen deutlich besser geht und ich nicht glaube dass das „nur“ mit einer anderen großen gesundheitlichen Sache zusammen hängt auf die ich mächtig stolz bin und die ich auch im letzten Jahr geschafft habe. Das eine mag bei dem anderen etwas reinspielen, aber generell glaube ich das es die Ernährungsumstellung war, denn mein Mann fühlt sich seit dem auch deutlich besser und wir haben ein ganz anderes Gefühl für unsere Körper bekommen. Und vor allen Dingen für unsere Geschmacksnerven. *lach* Man glaubt gar nicht wie lecker UND gesünder man sich ernähren kann wenn man einiges ändert. Dabei war der Gesundheitsaspekt für unsere Entscheidung nicht mal wirklich der Ausschlag. Wir konnten und wollten einfach „nur“ nicht mehr so viel Leid unterstützen. Es ging auch nicht mehr. Wenn man jeden Tag selber sieht wie intelligent Tiere sind weil man welche täglich vor der Nase hat die einem das deutlich zeigen. Aber jetzt hole ich schon wieder zu weit aus. Das wollte ich ja eigentlich gar nicht….
Also, Hochzeit, gesundheitlich hat sich einiges getan, Einstellungen haben sich weiter verändert. Persönlich also eigentlich ein ganz großes Jahr.
Dazu dann einen schönen Sommer mit meiner Schwester und meinem Neffen und einen, aus vielerlei Gründen, herausstechenden Tag beim Drachenbootrennen am See.

In den letzten Tagen habe ich, auch aus Gründen 😉 , viel überlegt ob ich hier eigentlich noch bloggen möchte. Und ja, ich werde es tun. Trotz allem. Mir gefallen so einige Entwicklungen beim Bloggen / im Netz nicht. Genau so wie „da draußen“. Aber es bringt ja nichts wenn man sich überall nur noch rauszieht. Und bloggen ist schon so lange ein Hobby von mir. Da will ich es nicht ganz aufgeben. Aber ich werde mir z.B. auch noch ganz genau überlegen ob ich z.B. noch bei solchen Aktionen wie „Blogger schenken Lesefreude“ mitmache. Versteht mich nicht falsch : An der Aktion an sich ist nichts falsch und ich finde sie nach wie vor schön, aber bei so manchen Einstellungen zum „haben und bekommen“ wird mir nur noch schlecht.

So, zum Schluss bleibt mir erst mal nur noch Euch ein schönes Jahr 2015 zu wünschen und zu hoffen dass Ihr mich auch im neuen Jahr mit Kommentaren, mails & Co beglückt ! 😉
Alles Gute !