So waren Heldenmarkt und VeggieWorld 2016 in Düsseldorf

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Wie hier vor-berichtet war am Wochenende ein spannendes Dreierpack zu Gast in Düsseldorf : Heldenmarkt, VeggieWorld und Paracelsus Messe.

Nehmt es mir nicht krumm wenn ich Euch nichts weiter von der Paracelsus Messe erzähle. Wir sind zwar kurz drüber, aber ich kann mit einer Esoterikmesse wirklich nichts anfangen. Mag auch sein dass das jetzt böse ausgedrückt war, aber so kam das Ganze für mich rüber. Für Außenstehende mag das sogar vielleicht wieder einmal ein komisches Licht auf das Thema „Vegan“ werfen wenn er mitbekommt das gleichzeitig eine Messe stattfindet auf der es, u.a., um Heilsteine, Erdstrahlung und geistiger Heilung geht….

Also lieber schnell zum Thema „Heldenmarkt und VeggieWorld“.
Für mich war es ja nun bereits der 3. Heldenmarkt und ich berichte auch immer wieder gerne über die Messe. Viele der Aussteller waren nicht neu für mich, aber man entdeckt doch auch immer wieder andere. Für Düsseldorf war die Markt komplett neu, also gab es für viele da alles neu zu entdecken. 😉 Und ich konnte mich auch endlich mal durch die neuen „Koawach„-Sorten testen.

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Die VeggieWorld habe ich zum ersten mal besucht. Für Düsseldorf war es aber bereits die 5. Messe. Die Ausstellerliste war lang und es gab einiges zu entdecken – auch viel Neues. Nicht nur bei generell neuen Händlern, sondern auch bei vielen Altbekannten, wie z.B. Wheaty.
Wie auf dem Heldenmarkt auch gab es spannende Vorträge und Kochshows.

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Man konnte wirklich nette Gespräche mit den Ausstellern führen und so viel über ihre Produkte und „dem dahinter“ erfahren,  so das ich eigentlich noch ein paar Stunden mehr gebraucht hätte – dabei waren wir schon mehrere Stunden auf der Messe.
Bei „Maniki„war ich z.B. so entzückt vom Angebot und vom Gespräch das ich glatt vergessen habe den Stand zu fotografieren. *lach*
Von einem anderen Stand war ich hellauf begeistert, weil es komplett allergen-freie Schokolade gab. Für mich als Nussallergiker UND Veganer ein absolutes Paradies !

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Es gab also wirklich viel zu entdecken, zu probieren, zu quatschen, zum kennenlernen, zum zuhören, ….

So sollten Messen sein ! 🙂

Wenn Ihr nun selber Lust bekommen habt den Heldenmarkt und / oder die VeggieWorld zu besuchen: Der nächste Heldenmarkt ist am 05. und 06. November in Stuttgart. Alle weiteren Termine findet Ihr hier.
Die nächste VeggieWorld ist am 26. und 27. November in Berlin – passenderweise auch direkt wieder zusammen mit dem Heldenmarkt. Alle weiteren Termine findet Ihr hier.

Heldenmarkt, VeggieWorld und Paracelsus Messe in Düsseldorf

Ich habe Euch ja schon ein paar mal über den Heldenmarkt berichtet. Zuletzt war er in NRW, um genauer zu sein in Bochum, im März.
Am Wochenende gibt es die Messe direkt im Dreierpack : Zusammen mit der VeggieWorld und der Paracelsus Messe geht es vom 28. bis 30. Oktober in den Alten Schmiedehallen auf dem Areal Böhler in Düsseldorf rund.

Die VeggieWorld findet bereits zum 5. mal in Düsseldorf statt. Leider habe ich es letztes Jahr nicht hin geschafft und habe mich hinterher um so mehr geärgert. Um so schöner das dieses mal auch eine meiner Lieblingsmessen, der Heldenmarkt, dabei ist. 🙂
Insgesamt wird es dadurch auch gleich ganze 250 Aussteller geben. Dabei erwartet der Heldenmarkt rund 85 Aussteller und die Veggie World wird mit über 110 Ausstellern die bis dato größte VeggieWorld in Düsseldorf.
Es wird um Ernährung gehen, um Kleidung, Accessoires und Kosmetik.
Dazu gibt es Vorträge, Kochshows, Mitmach-Aktionen und der Heldenmarkt hat auch wieder seine Tombola dabei (jede Eintrittskarte ist ein Los).

Das Programm ist wirklich mehr als ansprechend und es sind wirklich interessante Leute da (Stina Spiegelberg, Timo Hildebrand, Patrik Baboumian, etc.).

 

Wheaty
Auch viele Firmen werden natürlich dabei sein.
Schaut mal in die Ausstellerlisten (hier vom Heldenmarkt / hier von der VeggieWorld und hier von der Paracelsus Messe), denn ich kann Euch gar nicht aufzählen wer alles so dabei sein wird. Dabei könnt Ihr dann auf den Seiten ja auch gleich mal einen Blick auf das spannende Rahmenprogramm werfen. 😉

 

Und wie immer zum Abschluss noch mal für Euch alles Wichtige auf einen Blick :
WANN :
Fr, 28. Okt 2016, 10 Uhr – 18 Uhr
Sa, 29. Okt 2016, 10 Uhr – 18 Uhr
So, 30. Okt 2016, 10 Uhr – 18 Uhr

WO :
Alte Schmiedehallen / Areal Böhler
Hansaallee 321
40549 Düsseldorf

EINTRITT :
Für alle drei Messen ein Eintritt von 1o€ / Ermässigt 8€

 

Ich freue mich schon sehr auf die tolle Dreier-Kombi.
Wird jemand von Euch die Messen besuchen ?

So war der Heldenmarkt 2016 in Bochum

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Wie ich Euch berichtet habe war am Wochenende wieder der Heldenmarkt in der Bochumer Jahrhunderthalle.
Ich fand es wieder sehr spannend und es waren nicht nur „altbekannte“ Aussteller da, sondern es gab auch wieder einiges neues zu entdecken. Gerade diese Mischung empfinde ich als sehr gut gelungen und so wurde mein Aufenthalt dort auch länger als gedacht. 🙂
Hinzu kam auch noch die neue bio – vegane Sonderfläche „ExtraVurst„.

ExtraVurst
Leider mussten am Sonntag ein paar wenige Vorträge und Ausstellungen aus Krankheitsgründen ausfallen, aber es gab trotzdem so viel zu entdecken dass das zwar schade war, aber nicht weiter schlimm. Und krank können wir ja alle mal werden, nicht wahr ?! Außerdem gab es ja auch noch andere Vorträge und sowieso jede Menge interessante Gespräche an den verschiedenen Ständen.
Das ein oder andere leckere Teil durfte auch wieder mit – oder wurde direkt vor Ort verputzt. 🙂

Das Motto des Heldenmarktes „Egal war gestern !“ war also gelungen und auch das Versprechen das man die Möglichkeit bekommen würde sich zu informieren, zu probieren und einzukaufen war auch völlig erfüllt. 🙂

 

HeldenmarktTombola
Mit seiner Eintrittskarte hatte man auch wieder die Chance auf schöne Preise bei Tombola – Verlosungen.

 

Wheaty
Wie hier bei Wheaty konnte man nicht nur einkaufen, sondern auch einiges probieren und sich über ihr Sortiment informieren. Und ich sage Euch : Da kommt demnächst wieder was ! 🙂 Leider hatte ich allerdings nicht mehr die Chance die verführerisch klingende neue Veganwurst zu probieren, weil schon alles weg war. 🙁

 

INow
Dafür konnte ich noch die neue INow Pink Rhabarber probieren. Richtig lecker und genau das richtige für den (hoffentlich) kommenden Sommer.

 

Fussabdruck
Nein, ich habe mich nicht nur durchprobiert. 😉 Was ich letztes Jahr eigentlich schon gemacht haben wollte, aber dann nicht dazu gekommen bin weil es immer zu voll war (nicht das es dieses mal nicht auch voll war, aber dieses mal wollte ich es unbedingt machen) : Meinen ökologischen Fußabdruck berechnen. Und ich sage Euch : Es ist erschreckend ! Das was Ihr hier auf dem Foto seht ist der Abdruck beim Thema „Ernährung“. Dieser macht etwa 35% aus. Der Rest setzt sich aus Wohnen (25%), Mobilität (22%) und Konsum(18%) zusammen. Und trotz veganer Ernährung, die ja bekanntlich sehr viel ausmacht, ist mein ökologischer Fußabdruck im Bereich Ernährung immer noch nicht nachhaltig. Wenn das nicht zu denken geben sollte….

 

DiamondArmy
Besonders auf der Messe aufgefallen ist mir übrigens auch ein interessantes, recht neues Label namens „Diamond Army„. Die Sachen haben mir wirklich gut gefallen und ich bin gespannt wie es mit dem Label weiter geht.

Wenn ich Euch jetzt den Heldenmarkt schmackhaft machen konnte : Der nächste findet am 9. und 10. April in Leipzig statt.
Mehr Infos dazu (und natürlich auch weitere Termine in verschiedenen Städten) erhaltet Ihr natürlich immer auf der Heldenmarkt – Seite.

Heldenmarkt Ruhr 2016

Es ist wieder soweit : Am kommenden Wochenende findet der Heldenmarkt in Bochum bereits zum 4. mal statt. In diesem Jahr unter dem Motto „Egal war gestern !“.

 

151203_HM_BO_Bannerset_300x250Bildrecht : Heldenmarkt

 

Ich habe Euch ja schon letztes Jahr vom Heldenmarkt berichtet und ich bin wirklich gespannt wie es dieses Jahr wird, denn es gibt nun auch eine zusätzliche bio – vegane Sonderfläche unter dem Namen „ExtraVurst“.
ExtraVurst“ soll zukünftig sogar ein eigenes Messeformat werden. Das ich mich darauf besonders freue könnt Ihr Euch ja sicherlich vorstellen. 😉

Neben den Verkaufsständen erwartet Euch auch dieses Jahr wieder ein spannendes Rahmenprogramm mit Kochshows, Vorträgen und Mitmach – Aktionen. Und besonders Vegan – Interessierte können sich auf einen VEBU – Vortrag zum Thema „Berufsaussichten im Veggie – Sektor“ und auf Kochshows mit Ines Machemer und Michaela Marmulla freuen. Sie zeigen kreative bio-vegan-vegetarische Küche, bzw. wie man lecker vegan brunchen und schlemmen kann.
Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt was ich dieses Jahr an neuen Produkten und Ideen für mich entdecken werde. Letztes Jahr war das ja eine ganze Menge. 🙂

 

Hier noch mal alle wichtigen Fakten für dieses Wochenende :

Wann ?
Samstag, 19. März 2016
10 bis 19 Uhr
und
Sonntag, 20. März 2016
10 – 18 Uhr

Wo ?
Jahrhunderthalle Bochum
An der Jahrhunderthalle 1
44793 Bochum

Tickets ?
Ab 6€ an der Tageskasse
Ab 5€ im Online – Vorverkauf

Noch mehr Infos ?
http://www.heldenmarkt.de/heldenmarkt-ruhr/

Seid Ihr schon mal auf einer Heldenmarkt – Veranstaltung gewesen ? Werdet Ihr Euch das Ganze auch mal ansehen ?

Blogtour Chronische Erkrankungen : Rheuma

Der ein oder andere hat es sicherlich schon mal mitbekommen, dass es immer mal wieder vorkommt das ich von „Schüben“ rede und das es mir an solchen Tagen nicht gut geht. Viele wissen vermutlich nicht so genau was es damit auf sich hat und deswegen nehme ich an  einer Blogtour mit dem Thema „Chronische Erkrankungen“ teil.

„Chronische Erkrankungen“ nennt man Erkrankungen die nicht ausheilen. Der Erkrankte muss in der Regel also lernen damit zu leben.
Fast 20% der Bundesbürger sollen inzwischen an einer chronischen Erkrankung leiden.
Asthma, Diabetes, Epilepsie, Morbus Crohn, Parkinson, …. Es gibt so viele Erkrankungen die chronisch sind. Die ein oder andere werdet Ihr auf der Blogtour noch kennen lernen können. Gestern konntet Ihr bei Laura schon etwas über Diabetes lesen.

 

Blogtour

 

Meine chronische Erkrankung gehört zu den rheumatischen Erkrankungen.
Ich glaube, was fast alle chronisch Erkrankten meistens gemeinsam haben ist die Tatsache das man lange Zeit (oft viele Jahre) von Arzt zu Arzt gerannt ist um eine Diagnose und die passende Behandlung zu bekommen. Das zerrt an den Nerven und somit auf Dauer natürlich auch an der Psyche.
Ich hatte schon immer wieder als Kind Schmerzen in den Fingern und konnte sie teilweise schlecht bewegen. Meine Eltern waren damals auch mit mir bei einem Rheumatologen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern das er damals tatsächlich meinte, ich wäre zu jung für Rheuma. Es wäre also nichts. Inzwischen ist bekannt das sogar immer mehr Kinder unter der Erkrankung leiden, aber trotzdem habe ich mir auch mit Anfang 30 solche Aussagen teilweise noch anhören müssen.

Als junger Erwachsener kamen dann unerklärbare Fieberschübe hinzu.
Auch hier wusste wieder keiner was zu tun war.

Vor ca. 8 Jahren lag ich dann plötzlich mit schweren „Rückenschmerzen“. Ganze zwei Wochen lang war ich nicht in der Lage mich ohne Schmerzen zu bewegen.
Da ich schon seit längerem immer mal wieder, mehr oder weniger, im unteren Rückenbereich Schmerzen gehabt hatte, nahm man an dass es ein Bandscheibenvorfall gewesen war nach dem man dann irgendwann mal ein CT in die Wege leitete. Man sah zwar nichts mehr auf den Bildern, aber das kann schon mal nach längerer Zeit und nur einem leichten Vorfall sein – wurde mir zumindest so gesagt.
Es war Herbst und es war nass-kalt. Das war noch nie meine Jahreszeit. Und das ich Probleme mit Schmerzen bei diesem Wetter hatte war für mich schon in all den Jahren normal geworden. Aber doch nicht so !

Es wurde nicht wirklich besser. Fingerschmerzen und krumme Finger war ich auch schon gewohnt. Genau so wie Schmerzen in manchen Gelenken. Aber wer geht schon mit solch unspezifischen Sachen mehrfach zum Arzt wenn man nur blöde Kommentare bekommt ?!

Der erste Rheumaarzt wurde in Angriff genommen, nach dem Orthopäden auch nichts weiter feststellen konnten und ich mit den Worten „Stellen Sie sich nicht so an, so schlimm kann es nicht sein. Sie sind noch jung. Sie bekommen nicht mal Ibuprofen von mir.“ abgewiesen wurde.
Der Rheumaarzt war nach den ersten Untersuchungen der Überzeugung es wäre Morbus Bechterew. Nach meinen Blutwerten und vor allem der Untersuchung meiner DNA war er dann wieder der Überzeugung ich könne nichts haben, weil der eine Maker zwar positiv war, der andere aber nicht. (Ich muss dazu sagen das es auch genug Quellen gibt die a) sagen das die Maker an sich nicht zutreffen müssen und b) auch einer als Beweis ausreichen kann)
Damit hatte sich das Ganze dann wieder erledigt und ich stand irgendwo wieder am Anfang. Inzwischen aber mit einer Menge mehr und vor allen Dingen schwereren Schmerzmitteln.

Es folgten tägliche Fahrten zu einer Schmerzklinik bei der ich jeden Tag gespritzt wurde. Nach dem man das eine gewisse Zeit durchexerziert hatte und es mir minimal besser ging, kam man auf die Idee mir eine Schmerzpumpe einzusetzen. Das wollte ich aber nicht, weil es für mich keine Lösung war – schon gar nicht wenn man sich nicht mal einig wurde was ich denn nun haben sollte.

Also spritze ein niedergelassener Schmerzarzt weiter. Mit solchen Folgen das ich z.B. mal tagelang meinen Unterleib nicht mehr spürte weil er mit der Betäubung lahm gelegt wurde.
Inzwischen bekam ich auch schon Morphin weil nichts anderes nur ansatzweise noch half.

Es folgte ein weiterer Schmerzarzt. Ein Neurologe. Ein Psychologe. Ja, sogar den Psychologen habe ich mir gegeben, nach dem man mir immer wieder sagte, wenn man nichts finden würde, dann wäre es halt psychisch. Der war aber sofort der Überzeugung dass ich sicherlich kein Problem hätte und das ich sogar verdammt stabil wäre für das was ich da gerade durch machte. Ich kann es also schriftlich belegen das alles so noch in Ordnung ist. 😉 Oder um es mit Sheldons Worten zu sagen „My mother had tested me !“. 😛

Inzwischen war ich auf täglich 120mg Morphin. Das wurde ja auch immer weiter angehoben, weil man nichts machen konnte.
Hinzu kommt das man nicht denken muss man bekommt auch Arzttermine wenn man sie braucht. Die Rheumatologen schoben sich sogar gegenseitig den schwarzen Peter zu und meinten „Rufen Sie den Kollegen an“. Der wiederum meinte dann, dass er natürlich auch keine Termine mehr hätte und der erste sich kümmern solle….
Irgendwann hat man dann wirklich keine Lust mehr. Oder man bekommt andauernd zu hören „Sie können doch nicht so viel Morphin nehmen !“. Ja, das wusste ich auch – ich hatte das ja auch nicht von alleine gemacht ! Und los werden wollte ich das Zeug auch. Dafür hätte man mir aber auch mal Alternativen bieten müssen.

Zwei Physiotherapeuten sagten mir, unabhängig voneinander, das ich „typische Rheumafinger“ habe. Leute sahen Schwellungen an den Gelenken und verstanden nicht das kein Arzt was tat.

Dann kam ich für eine Woche zu Untersuchungen auf eine Rheumastation.
Der Chefarzt war auch der Meinung das es wohl Rheuma wäre. Welcher Art war er sich nicht sicher.
Ich wurde täglich gespritzt und bekam Infusionen. Besonders bei den Infusionen hatte ich das Gefühl das sie halfen. Und das die Spritzen mit Cortison halfen war vermutlich ja auch mehr als klar….
Zum Ende der ganzen Untersuchungen kam dann folgender Dialog zustande – den man wirklich nicht glauben mag, aber der nicht der erste dieser Art war :
Arzt : Sie haben kein Rheuma.
Ich : Aber Ihr Chef hat doch gesagt, man könne da wohl schon Veränderungen in den Fingern sehen und das müsse weiterhin regelmäßig kontrolliert werden.
Mein Mann : Ja, was hat sie denn dann ?
Arzt : Ja, vielleicht ist es ja doch Rheuma.
Wenn Ihr jetzt lachen müsst, kann ich das durchaus verstehen. Ich lache inzwischen auch sarkastisch darüber, denn sonst fällt mir nichts mehr anderes zu meinem ganzen Ärztemarathon ein.
Es ging dann noch weiter, dass ich in den nächsten drei Monaten, wenn wieder das typische Rheumawetter gewesen wäre, in die Klinik kommen solle. So für 3-4 Wochen um eine Rheuma(!)Behandlung durchzuführen.
Da stand es dann für mich endgültig fest : So wollte ich definitiv nicht leben ! Auf der Station waren lauter Menschen die alle paar Monate wieder kamen, für 3-4 Wochen ihre Behandlung bekamen, dann ging es wieder eine Zeitlang ein wenig besser und dann ging das Spiel wieder von vorne los. Auch wenn es sich jetzt blöd anhört, aber dann liege ich lieber mit Schmerzen auf MEINER Couch und fühle mich dabei wenigstens wohler als in einem Krankenhaus wo ich nach einiger Zeit wieder hin muss. Und das alles für eine kurze Zeit in der es mir minimal besser geht ?!
Man versprach mir das man aufschreiben würde was in den Infusionen war, wenn mein Hausarzt bereit wäre mir Infusionen zu machen.

Muss ich erwähnen das mein Hausarzt bereit war, aber nie eine komplette Antwort bekam was genau alles in der Infusion drin war ?!
Mein Hausarzt hatte nach all den Geschichten auch keine Lust mehr und verstand total wie ich keine Lust mehr auf sinnlosen Ärztemarathon hatte.
Ich hatte inzwischen auch das Gefühl dass ich durch das Morphin keinerlei Hilfe mehr hatte und das Entzündungshemmer wie popeliges Ibuprofen da sogar noch mehr brachten. Deswegen verschrieb er mir dann ein Rheumamedikament.
Dadurch konnte ich endlich anfangen das Morphin zu reduzieren.
Inzwischen war ich durch das Morphin schon mehrere Kleidergrößen schwerer geworden. Obwohl ich kaum Hunger hatte und gegessen habe. Ich war einfach aufgeschwemmt. Zum Glück ließ mich das psychisch aber ziemlich kalt, denn ich wusste ja wieso und hatte – zum Glück – immer tolle Leute an meiner Seite die mich liebten so wie ich war.

Zu der Zeit entschied ich mich dann auch aus ethischen Gründen vegetarisch zu werden.

Ich hatte einen sehr langen, aber echt ziemlich üblen Entzug vom Morphin. Durch das neue Rheumamittel und meinem Willen schaffte ich es aber.

Ich wurde aus ethischen Gründen vegan und befasste mich immer mehr mit dem Thema Ernährung.

Es ging aufwärts. Zwar musste ich jeden Tag mein Rheumamedikament nehmen, aber es wurde irgendwie immer besser. Natürlich hatte ich auch schlechte Tage und besonders nass-kaltes Wetter war (und ist) ein Killer, aber es wurde DEUTLICH besser.

Mein Bluthochdruck verschwand und ich konnte meine Bluthochdrucktabletten absetzen. Meine Magenprobleme verschwanden und ich brauchte diese Tabletten auch nicht mehr.

Nach und nach ging es mir körperlich immer besser und selbst das Rheumamittel musste ich nicht mehr jeden Tag nehmen.

Inzwischen hatte ich Bücher in die Finger bekommen die davon handelten das chronische Erkrankungen sehr, sehr viel mit unserer Ernährungsweise zu tun haben. Ich muss ehrlich sagen : Hätte ich die vorher in die Hand bekommen, ich hätte – trotz meinem Leid – sie vermutlich nicht ernst genommen. Ich meine, wie hört es sich denn an wenn da Leute schreiben (auch wenn es Wissenschaftler schreiben !), dass man „nur“ auf manche Lebensmittel verzichten muss und dann verbessern sich chronische Erkrankungen wie Rheuma deutlich, wenn Du selber von Arzt zu Arzt rennst, aber die auf keinerlei Ideen kommen außer auf das was sie immer machen und dazu noch die Medikamente die sie immer verschreiben ?!
Heute weiß ich das Ärzte Ernährung so gut wie nicht im Studium erlernen.

Rheumahelfer                                                         Meine „Hilfsmittelchen“

Heute :
Mir geht es DEUTLICH besser als in den letzten Jahren.
Natürlich liebe ich immer noch nicht nass – kaltes Wetter. 😉 Ich habe auch weiterhin Schübe und Schmerzen. Immer mal wieder dicke Finger und Gelenke. Es gab auch diesen Winter Tage an denen ich auf der Couch lag und einfach nur körperlich groggy war und nichts machen konnte, weil ich schon seit Tagen auch noch zusätzlich Fieberschübe hatte. Ab und an ging auch gar nichts mehr und ich musste eine Rheumatablette nehmen. Aber alles in allem ist es wirklich KEINERLEI Vergleich zu dem wie es mal war.
Ich habe gelernt mit was für „Hilfsmittelchen“ ich es mir einfacher machen kann.

Was ich Euch sagen möchte :
Wenn Ihr selber von einer chronischen Erkrankung betroffen seid, dann gebt nicht auf  – auch wenn es schwer fällt ! Versucht so viel wie möglich Kraft aus den besseren Zeiten zu ziehen und isoliert Euch nach Möglichkeit nicht von anderen Menschen.

Wenn Ihr selbst nicht betroffen seid, dann hoffe ich dass ich Euch einen kleinen Einblick darüber geben konnte was für einen Leidensweg viele Betroffene hinter sich haben – und der auch oft psychisch nicht spurlos an vielen Betroffenen vorbei gegangen ist. Ich hatte Glück dass ich schon vorher einiges erlebt habe aus dem ich jede Menge Kraft und Durchhaltevermögen heraus ziehen konnte. Und ich hatte das Glück dass ich immer Leute an meiner Seite hatte und – trotz allem – geliebt wurde und so viel Verständnis für mich aufgebracht wurde wie diese Personen es selber an Kraft auch für sich konnten. Das haben viele nicht und ich bin wirklich dankbar für diese Menschen an meiner Seite. Vielleicht kannst Du ja auch so ein Mensch für einen anderen Betroffenen sein.

 

Morgen geht es mit der „Blogtour Chronische Erkrankungen“ bei Beate mit dem Thema Neurodermitis weiter.

Sveet Bakery – Vegane Cupcakes, Kuchen und mehr

SveetCupcakes

 

Als wir im Dezember auf dem Adventsbasar des Mampf waren lernten wir da die tollen Cupcakes von Sveet kennen. Wir waren richtig begeistert von diesen Leckeren Mini-Törtchen und nach einer Unterhaltung in der man uns erzählte das der Käsekuchen so toll wäre das er Nicht-Veganer völlig überzeugt hätte, wurde mein Mann diesen Käsekuchen aus seinem Kopf nicht mehr los. 😉
Jetzt hatte er Geburtstag und schon zwei Monate vorher musste ich mir andauernd anhören das er unbedingt diesen Käsekuchen haben müsse.
Was tut frau da ? Sie nimmt natürlich Kontakt zu Sigi, der Inhaberin und Backkünstlerin der Sveet Bakery, auf.

Die Sveet Bakery ist eine kleine Kuchenmanufaktur in Düsseldorf.
Sigi zaubert einfache Zitronen-, Nuss-, oder Schokokuchen. Aber genau so auch Klassiker wie Apfelkuchen oder Donauwelle.
Oder soll es lieber eine besondere Torte sein ? Oder tolle Cupcakes ?
Den Käsekuchen gibt es auch in verschiedenen Varianten (der Klassiker, mit Blaubeere, mit Apfelstrudel). Wir hatten uns jetzt für den Klassiker entschieden. Aber ich kann Euch jetzt schon versichern dass das bestimmt nicht der letzte Käsekuchen von Sigi gewesen sein wird, denn er war wirklich nur UNFASSBAR LECKER und alle die ein Stück abbekommen haben waren begeistert. 🙂
Und das Ganze in bester Qualität, aus naturbelassenen Inhaltsstoffen und ohne Zusatz- oder Ersatzstoffe. Und, was auch kaum einer wirklich glauben wollte, natürlich vegan !

 

Kaesekuchen
Ich kann Euch die leckeren süßen Kreationen wirklich nur ans Herz legen.
Sigi versendet auch, wenn Ihr jetzt sagt das Euch Düsseldorf zu weit ist. 😉
Kontakt zu Ihr bekommt Ihr über Ihre HP oder Ihre Facebook-Seite.
Der Kontakt zu Ihr ist wirklich super-nett und Ihre Leckereien werden Euch sicherlich ebenso wie uns begeistern.

Lasst Euch überzeugen ! 😉

Vegan – Wie geht das ?!

Ich werde in letzter Zeit immer wieder gefragt wie „Vegan eigentlich geht“.
Als ich mich immer mehr mit dem Gedanken beschäftigt habe vegan zu leben hatte ich auch viele Fragen – aber ich muss zugeben das diese Fragen immer mehr in meinem Kopf verschwunden sind um so länger ich mich mit dem Thema beschäftigt habe. Und wenn ich jetzt gefragt werde was ich für Tipps habe muss ich des Öfteren immer etwas länger überlegen. So wie es mal für mich normal war mich mit tierischen Produkten zu ernähren, mindestens genau so normal ist es inzwischen für mich auf tierische Produkte zu verzichten –  und die Frage was ich für „Anfängertipps“ habe ist nicht mehr ganz so einfach aus dem Stehgreif zu beantworten.
Deswegen habe ich jetzt mal ein paar Tipps gesammelt um dem ein oder anderen vielleicht etwas weiter helfen zu können.

  1. Fang einfach an !
    Geh nicht davon aus das es schwer ist sich vegan zu ernähren. Ich weiß das die Hürde schrecklich hoch erscheint, aber man wächst da genau so rein wie man in das System des Fleischessens reingewachsen ist.
  2. Gib Dir Zeit !
    Erwarte nicht von Dir das Du von heute auf morgen alles über vegane Ernährung weißt oder das Du alles „richtig“ machst. Wobei wir auch direkt bei Punkt 3 wären :
  3. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ !
    Du wirst Leuten begegnen die meinen alles / vieles / etwas besser zu wissen. Die finden, wenn Du vegan leben möchtest, musst Du dies und jenes machen, aber das nicht. Das Du nur Veganer bist wenn Du auf ALLES achtest. Vergiss es einfach und mache Dich davon frei : Es gibt keine 100% Veganer und Du musst für Dich den besten Weg finden. Gib einfach alles was Du kannst, aber setze Dich nicht selbst unter Druck.
  4. Lass Dich nicht unter Druck setzen !
    Sei es durch die in Punkt drei genannten Leute oder durch Dein Umfeld.
  5. Sei Dir darüber im Klaren warum Du vegan sein möchtest !
    Wenn Du Dir dessen immer bewusst bist, dann kannst Du Dich auch nicht so schnell von anderen Leuten aus dem Konzept bringen lassen – denn Du weißt dann ja immer wofür Du es tust !
  6. Bullshitbingo !
    Und wenn Du doch mal zu sehr von den Kommentaren von anderen genervt bist, dann spiel doch eine Runde Bullshitbingo ! 😉Bullshitbingo
  7. Lebe mit Sarkasmus und cleverem Humor !
    Dabei helfen „Der Artgenosse“ mit seinen tollen Comics und „Der Graslutscher“ mit seinen (Blog-)Kommentaren (auch unbedingt die Facebook-Seite beachten !).
    Wenn Du den nächsten Bullshit – Bingo – Nerver in Grund und Boden reden willst, hilft zur Vorbereitung auch der Youtube-Channel vom Artgenossen.
  8. Facebook ist Dein Freund (aber nur wenn Du an Punkt 3 denkst !) !
    Es gibt ja für alles mögliche Facebook – Gruppen. Nutze das für Dich.
    Jede größere Stadt / jedes größere Gebiet hat inzwischen eigentlich eine vegane Facebookgruppe. Dort kannst Du Dir Tipps holen was es bei Dir in der Umgebung an Lokalitäten gibt, Leute die auch vegan leben in Deiner Umgebung kennenlernen, etc.
  9. Nutze Veranstaltungen !
    Informier Dich über Veranstaltungen / Messen in Deiner Nähe die das Thema „Vegan“ haben und besuche sie. Dort kannst Du eine Menge Produkte kennenlernen und testen und Dir Informationen zum Thema Vegan holen.
    VeganStreetDay
  10. Hol Dir Kochtipps !
    Melde Dich bei der „Vegan Taste Week“ von der Albert Schweitzer Stiftung an und hole Dir per mail wichtige (Koch-)Tipps. Natürlich ist das Ganze kostenlos !
  11. Vorbereitung und hilfreiche Listen sind alles !
    Keine Lust andauernd Dich mit Zutatenlisten abzugeben und es soll beim Einkaufen im Supermarkt einfach nur schnell gehen ?
    Peta2 hat ein paar wundervolle Listen !
  12. Besuch einen veganen Supermarkt !
    In (fast) jeder größeren Stadt gibt es inzwischen auch komplett vegane Supermärkte. Wenn Dich ein normaler Supermarkt oder Bio-Laden gerade einfach nur erschlägt, dann mache einen Abstecher in einen veganen Supermarkt (und natürlich auch gerne einfach so, so oft wie möglich 😉 ). Hier musst Du auf KEINERLEI Zutaten achten (wenn Du nicht gerade Allergiker bist wie ich 😉 ) und wirst in der Regal auch noch wunderbar beraten – gerade eben auch als Neu-Veganer. Aber pass auf : Hier wirst Du sicherlich von einer Vielfalt erschlagen ! *lach*
  13. Probier Dich durch !
    Auch wenn es sich erst einmal komisch anhören mag, aber Tofu ist nicht gleich Tofu. Und ein veganes Würstchen was Dir nicht schmeckt kann von einer anderen Firma total Dein Geschmack sein.
    Finde also nicht gleich irgend etwas total ekelig, sondern probiere Dich durch.
    Und das Ganze nach Monaten ruhig auch noch mal, denn Du wirst bald feststellen dass sich Deine Geschmacksnerven (zum feineren, besseren !) verändern und Dir irgendwann auch plötzlich mal Sachen schmecken können die Du vorher nicht mochtest – und auch teilweise umgekehrt. Mit Geschmacksverstärkern kann man mir z.B. kaum noch kommen. 😉
  14. Es gibt nicht nur eine Milch !
    Du kannst Dir nicht vorstellen auf Kuhmilch zu verzichten ? Dann kennst Du noch nicht das „Milch“-Sortiment was es sonst noch so gibt ! Auch hier heißt es : Probier´ Dich durch ! Soja, Haselnuss, Mandel, Hafer, Reismilch,… – was darf es denn heute sein ?! 😉
    Auch auf Joghurt musst Du nicht verzichten und es gibt einiges zu entdecken ! 🙂
  15. Verzicht – der falsche Ansatz !
    Vegan sein heißt nicht Verzicht ! Auch wenn Du es vielleicht erst mal nicht glauben magst, aber wie Du vielleicht schon an den letzten Punkten festgestellt hast : Es gibt viel zu entdecken ! Und deswegen solltest Du auf Deinen gedanklichen Ansatz achten. Wenn Du „Vegan = Verzicht“ im Kopf hast, dann wird Dir eine Umstellung deutlich schwerer fallen als wenn Dir bewusst ist, dass Du nicht verzichtest, sondern Dich bewusst entscheidest (siehe auch Punkt 5). Du darfst alles essen – Du willst nur nicht alles essen. 🙂
  16. Lese !
    Man kann auch mehr als Facebook – Gruppen und Blogs lesen (wobei Du meinen natürlich trotzdem nicht vernachlässigen solltest 😛 ). Lese (gute) Bücher zum Thema ! Z.B. „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer, „The China Study“ von T. Colin Campbell, „Artgerecht ist nur die Freiheit“ von Hilal Sezgin, „The Starch Solution“ von John McDougall (gibt es auch auf Deutsch – aber der Titel ist unpassend, finde ich), „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ von Melanie Joy.
    Das sind natürlich jetzt nur einige Beispiele. 😉
  17. Oder guck Filme & Videos !
    Wenn Du Kochinspirationen brauchst :
    Björn Moschinski bei YouTube.
    Jérôme Eckmeier bei YouTube.
    (Die Beiden haben übrigens auch prima Koch – und Backbücher !)
    Und wenn Du Dich so etwas informieren möchtest gibt es z.B. :
    Cowspiracy
    We feed the world
    Food Inc.
    Live and let Live
    oder – wenn Du es schaffst – natürlich Earthlings.
  18. Experimentiere beim Kochen und backen !
    Hatten wir so in der Art schon mal ? Mag sein, aber ich kann es nur wiederholen.
    Probier aus ! Auch wenn es vielleicht erst einmal schief geht. Ich glaube, ich kenne niemanden der z.B. sofort die Sache mit dem Soja-Granulat raus hatte – aber sich heute nicht darüber totlacht weil es eigentlich ganz einfach ist.
    Und unterschätze nicht die Wirkung von Sachen die Du vorher vermutlich gar nicht kanntest – wie z.B. Kala Namak auf Avocado auf Brötchen. 😉 (TESTEN !!!!)BunteBurger

So, ich hoffe ich konnte Euch ein paar gute Tipps mitgeben ?!
Wenn Ihr noch mehr wissen wollt, dann fragt mich einfach direkt : Hier bei den Kommentaren, bei Facebook, bei Twitter oder bei Instagram. Ich freue mich wenn ich Euch weiter helfen kann. 🙂

Die Lush – Cutliste 2015

Nach dem ich gestern bereits einen Blick in die neue Cutliste von Lush haben konnte, bin ich mehrfach gefragt worden was denn nun alles rausgehen wird. Deswegen kommt nun doch noch ein Post hier darüber.

Eigentlich bin ich ja schon eine ganze Weile nicht mehr so begeistert von Lush wie ich es einmal war und habe deswegen auch schon lange nichts mehr über sie hier geschrieben. In letzter Zeit habe ich aber mal wieder öfters Lush – Produkte benutzt, denn man kann ja von vielem was sich da inzwischen geändert hat halten was man will, aber ich muss zugeben, dass meine Haut immer noch am Besten mit Lush auf Dauer klar kommt.
Um so mehr finde ich die nachfolgende Cut – Liste auch wieder um so blöder. Zumal ich mich gerade erst darüber freute das so viele „alte“ Sachen (besonders bei den Badekugeln) wieder im Sortiment aufgetaucht sind.

Lange Reder, kurzer Sinn. Hier kommt die Lush Cutliste 2015 :
– Tiny Hands
(feste Handcreme)
– Grass (Duschgel)
– Stepping Stone (Fußpeeling)
– Dorothy – Somewhere over the rainbow (Schaumbad)
– Aqua Mirabilis (Bodybutter)
– Lovely Jubblies (Dekolletécreme)
– Amandopondo (Schaumbad)
– British Nanny (Gesichtscreme mit Lichtschutzfaktor)
– Dirty (Seife)
– Flying Fox (Duschgel)
– Formulae known as (Hand – & Bodylotion / ehemals „Nächstenliebe“)
– Granny takes a dip (Badekugel)
– Ice Blue (Seife)
– Lustre (Schimmender Körperpuder)
– Mangnificent (Seife)
– Phoenex Rising (Badekugel)
– Putty for your hands (Handwaschpaste)
– Rose Queen (Badekugel)
– Space Girl (Badekugel)
– Squeaky Green (Shampoo Bar)
– Sweetie Pie (Duschjelly)
– The Godmother (Seife)
– Ultimate Shine (Shampoo Bar)
– Vanilla Dee – Lite (Bodylotion)
– Vanilla Puff (Körperpuder)
– You snap the whip (Bodybutter)
– Zest Styling Gelly (Haargel)

Mein Lush Laden in der Stadt gibt auch noch folgende zusätzlich an :
– Dreamwash (Duschcreme)
– Turkish Delight (Duschcreme)
Da frage ich aber noch mal nach, ob das so stimmt, denn irgendwie habe ich im Kopf das die letztes Jahr schon raus gegangen sind ? Und Lush UK und Lush Deutschland geben sie auch nicht an.
Ich werde es Euch wissen lassen wenn ich mehr darüber weiß.

Ansonsten halte ich jetzt auch lieber meine Klappe und sage nichts weiter über diese Cutliste…ich würde mich nur aufregen. 😉 Nur eines noch : Ich hoffe, sie bringen wenigstens ein neues Jelly wenn Sweetie Pie jetzt auch noch rausgeht. Denn dann ist nur noch eines übrig und ich fand die Auswahl unter zwei letztens schon doof.

Ein bisschen mehr Ethik, bitte !

Ethik.
Der Duden sagt :
Gesamtheit sittlicher Normen und Maximen, die einer [verantwortungsbewussten] Einstellung zugrunde liegen.
Wikipedia spricht es noch mal so : Im Zentrum der Ethik steht das spezifisch moralische Handeln, insbesondere hinsichtlich seiner Begründbarkeit und Reflexion.

„Was hat sie denn nun ?“ werdet Ihr Euch jetzt vielleicht fragen. Mir schwirrt da inzwischen schon seit Wochen, eigentlich schon eher seit Monaten, ein Eintrag im Kopf rum. Und da ich immer wieder mit dem Thema konfrontiert werde, gibt es diesen Eintrag nun auch endlich mal.

NiliMoehre „Geben Sie einem Kind einmal einen Apfel und ein Kaninchen. Wenn das Kind das Kaninchen isst und mit dem Apfel spielt, dann kaufe ich Ihnen ein neues Auto.“
– Harvey Diamond

Anfang letzten Jahres beschlossen mein Mann und ich kein Fleisch mehr zu essen. Es gab einen Auslöser der mich mal wieder die Frage stellen ließ „Wie kann man es verantworten Fleisch zu essen wenn man weiß wie intelligent Tiere sind ?“ Und als mein Mann eine der obligatorischen Antworten eines Fleischessers gab „Aber wir essen doch gar nicht viel Fleisch !“ machte es in meinem Kopf „Klick“ und ich zählte ihm auf wie viel es eigentlich doch ist. Nicht nur Schnitzel und Currywurst ist Fleisch. Die Scheibe Wurst auf dem Brot. Die Spaghetti Bolognese. Die Bolognese – Lasagne. Die Gnocchi – Pfanne war mit Hack. Die Käse – Lauch – Suppe. Auf der Pizza der Schinken. Das Chili con Carne. Und so ging meine Aufzählung weiter. Uns wurde plötzlich bewusst wie viel es tatsächlich war. Und wir waren, ehrlich gesagt, etwas geschockt als wir uns das alles wirklich mal vor Augen führten. Wir beschlossen das zu ändern. Wir wussten das wir unseren Stinkern nicht mehr in die Augen gucken könnten wenn wir so weiter machen würden, denn wir wissen wie empathisch sie sind, wie sie fühlen und mitleiden können, wie clever sie sind, wie sie verstehen, …. Und wie oft werden Kaninchen oder Meerschweine immer noch für doof gehalten ? Für die niedlichen Kuscheltiere die man in kleine Käfige sperren kann. Für Tiere die so ziemlich anspruchslos sind ? Und dass sie das nicht sind wissen wir schon lange. Wieso also sollten wir solche Tiere anders behandeln als andere Tierarten ? Es gibt noch genug Menschen die Kaninchen essen. In weiten Teilen Südamerikas ist es normal Meerschweine zu essen. Wie können wir das verurteilen, „nur“ weil wir unsere Tiere lieben, wenn wir selbst andere Tiere essen ?! Für uns stand es fest : Kein Fleisch mehr für uns.

Natürlich war das nicht so einfach wie es sich vielleicht jetzt anhört. Man muss sich erst mal umstellen. Man muss sich darauf einlassen. Gerade meinem Mann, der vorher immer sagte „Solltest Du jemals auf den Trichter kommen Vegetarier zu werden, verlasse ich Dich !“ und der Fleisch immer sehr liebte, fiel es nicht immer leicht. Ich war noch nie der große Fleischesser, aber plötzlich fielen eben so viele Gerichte raus, die wir andauernd so gegessen hatten. Durch das Internet ist das aber alles heute weniger problemlos. Man kann sich prima informieren was man wie umstellen kann. Man kann einfach Ersatzprodukte bestellen, wenn man die denn haben möchte, etc. Lange Rede, kurzer Sinn : Es wurde immer besser. Und wir entdeckten plötzlich Essen ganz neu. Man sagt, das sich die Geschmacksnerven spätestens nach drei Monaten komplett umgestellt haben. Und ja, wir schmecken jetzt anders. Viel sensibler. Was habe ich Miracoli geliebt ! Ich werde nie den Abend vergessen als es Miracoli gab und wir uns beide nur noch angewidert ansahen und es einfach beide nicht mehr runter kriegten. Es schmeckte uns einfach nicht mehr. Zu viel Künstlichkeit.
Und das war nicht alles was sich veränderte. Warum Vegetarier begeistert erzählen was sich alles gesundheitlich verbessert hat ? Weil es wirklich so ist. Man will es vorher nur nicht glauben.

Aber ich schweife eigentlich gerade von diesem Eintrag ab. Es sollte ja um Ethik gehen.
Wenn man sich mit Vegetarismus weiter auseinander setzt, muss man sehr bald feststellen das man eigentlich Veganer werden muss um das zu erreichen was man möchte. Und dann kommt man zwangsläufig mit einem bestimmten Schlag von Menschen in Kontakt, bzw. wird schon ganz bald mit denen in einen Topf geschmissen. Und nein, ich meine damit nicht das Bild des „militanten Veganers“, sondern viel mehr das der „neuen Topdiät“. Das manche sogar schon als „neue Essstörung“ bezeichnen. Gehypt durch einen Attila H.*, der mit seinen Kochbüchern den großen Reibach gemacht hat und dabei auch gar nicht erst versucht zu verheimlichen dass es ihm nur um seinen Körper geht und darum wie es ihm geht. DAS HAT ABER SO GAR NICHTS MIT VEGAN ZU TUN. Vegan heißt nicht mit seinem fetten Porsche rumflitzen und bequem in seinen Ledersitzen zu sitzen und andere, die das nicht in Ordnung finden wenn man sich so als „vegan“ bezeichnet als „Müslijochen“ und „militant“ zu beschimpfen. Vegan hat auch was mit Ethik zu tun. Nicht nur „was“, sondern eine ganze Menge. Es ist keine „tolle neue Diät“. Es ist keine Essstörung (wobei der Gedanke bei dem ganzen Diät – Hype nun auch keine Verwunderung mehr sein sollte). Es ist eine Einstellung. Eine Einstellung bei der es um die Umwelt geht in der wir leben. Und unsere Umwelt ist nicht nur unser eigener Körper den wir in „shape“ bringen wollen weil unsere Gesellschaft uns das so vor lebt. Es geht um deutlich mehr. Es geht um die Mitwelt. Deswegen macht mich diese Einstellung des „Veganhyps“ so wütend und ich sage :

„Ein bisschen mehr Ethik, bitte !“

Damit aus einer Essensumstellung mehr wird als eine dumme Diät.
Denn wer glaubt schon wirklich daran dass die meisten der Leute, die sich momentan vegan ernähren weil es gerade „hipp“ ist, sich um mehr Gedanken machen und auf Dauer vegan leben werden, wenn erst einmal der „Vegan – Hype“ abgeklungen ist ?!

 

*Natürlich gibt es auch noch andere als ihn, aber ich benutze ihn als Beispiel, weil er wohl der Bekannteste ist. Und er hat es so gerne wenn sein Name erwähnt wird, also wollen wir ihm doch diesen Gefallen tun. ;P (Narzissmus hat übrigens auch nichts mit Moral und Ethik zu tun)

Schöne Ostern !

Ostern2015 Warum immer Osterkaninchen, bzw. Osterhasen ?! Warum nicht mal Ostermeerschweine ?!

Nach dem jedes Jahr einer der Stinker für das Osterfoto „herhalten“ muss, haben wir uns dieses mal entschieden das die Quieker auch mal ran müssen. Und ehrlich ? Sie waren besser agierende Models. Das muss ich jetzt mal so entschieden sagen. ;P
Ihr seht also dieses Jahr Ringo (vorne) und George (etwas weiter hinten). Und ja, sie sind „named like a Beatle !“. 😉

Bei uns ist dieses Jahr Ostern auch so einiges anders als früher : Keine Eier. Ich habe ein veganes Osternest bekommen. Und anstatt Fleisch bei der Familie geht es lieber zum Kaffee trinken.
Und nichts davon fühlt sich an wie Verzicht. Im Gegenteil.

Ich hoffe, Ihr habt ein schönes sonniges Ostern und könnt Euch ein wenig vom meist viel zu stressigen Alltag erholen. Ostern stellt einen Neuanfang da. Macht etwas daraus.